7. Februar 2019

Nicht nur reden

Sossenheimer Spitzen

von Mathias Schlosser

31 Millionen Euro will die Stadt Frankfurt in diesem Jahr für Straßenbaumaßnahmen ausgeben und ganz wichtig ist laut Verkehrsdezernent Klaus Oesterling dabei auch der Ausbau der Radwege. Schließlich sollen mehr Menschen dazu bewegt werden, statt des Autos das Fahrrad zu nehmen.
Wer das tatsächlich macht, stellt schnell fest, dass der Stellenwert von Radfahrern in der Realität deutlich niedriger ist als bei Sonntagsreden. Man muss nur einmal mit dem Fahrrad von Sossenheim nach Eschborn fahren. Da gibt es am Ende der Siegener Straße keinen Meter auf dem kein Schlagloch ist, ganz abgesehen von der beinahe schon lebensgefährlichen Unterführung unter der Autobahn.
Aber auch sonst finden sich in Sossenheim wie in ganz Frankfurt jede Menge Beispiele für die Ignoranz gegenüber Radfahrern: Straßen werden an den Rändern, wo die Radler unterwegs sind, gerne notdürftig geflickt, Radwege enden im Nirgendwo und Fahrradständer werden immer wieder gerne zugeparkt oder sind erst gar nicht vorhanden.
Wer die Menschen wirklich dazu bewegen will, öfter auf´s Rad zu steigen, der muss mehr tun, als nur reden; der muss auch mal Geld in die Hand nehmen.

Lesen Sie dazu auch den Beitrag „Kreisverkehr wird gebaut“!

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