2. Dezember 2019

Regionaltangente West kommt

Gesellschafter beschließen Realisierung - Finanzierung gesichert

Die Gesellschafter der RTW Planungsgesellschaft mbH haben heute gemeinsam die Realisierung der RTW beschlossen: (v.l.n.r.) Klaus Oesterling, Stadtrat und Verkehrsdezernent Stadt Frankfurt; Uwe Becker, Bürgermeister und Stadtkämmerer der Stadt Frankfurt; Horst Amann, Geschäftsführer der RTW Planungsgesellschaft mbH; Tarek Al-Wazir, Verkehrsminister des Landes Hessen; Prof. Knut Ringat, Geschäftsführer Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH. Foto: RTW Planungsgesellschaft mbH

Am vergangenen Donnerstag haben die Gesellschafter der RTW Planungsgesellschaft gemeinsam die Realisierung der Regionaltangente West (RTW) beschlossen.

Bei der Pressekonferenz nach der Gesellschafterversammlung und der Aufsichtsratssitzung zeigten sich Verkehrsminister Tarek Al-Wazir, Bürgermeister und Stadtkämmerer Uwe Becker, Verkehrsdezernent Klaus Oesterling, Knut Ringat, Geschäftsführer Rhein-Main-Verkehrsverbund, sowie Horst Amann, Geschäftsführer der RTW Planungsgesellschaft mbH, erfreut über die Entscheidung zu diesem wichtigen Schritt, der zugleich ein deutliches Signal und Weichenstellung für die dringend notwendige Ergänzung der Schieneninfrastruktur in der Region ist. „Fast auf den Tag genau elf Jahre nach Gründung der RTW-Planungsgesellschaft und ebenfalls fast auf den Tag genau fünf Jahre nach Beitritt des Landes Hessen zur RTW-Planungsgesellschaft ist es nun soweit: Der Bau der Regionaltangente West ist beschlossen. Für mich persönlich ist das heute ein historischer Moment“, sagte Tarek Al-Wazir.
Jahrzehntelang sei folgenlos diskutiert worden. Dem Verkehrsminister zufolge fehlte entweder der politische Wille oder das Geld oder beides. Glücklicherweise sei immer mehr Menschen klargeworden, dass nicht mehr nur über die Notwendigkeit von mehr Schienen in Frankfurt und Rhein-Main geredet würde, sondern dass endlich gebaut werden müsste.
„Der heutige Beschluss zum Bau der Regionaltangente West ist ein verkehrspolitischer Meilenstein, der für die Rhein-Main-Region enorme Bedeutung hat. Es ist ein interkommunales Mammutprojekt mit zehn Kommunen und Gesamtkosten von rund 1,1 Milliarde Euro, die zum Großteil von Bund und Land getragen werden“, berichtete Tarek Al-Wazir.
Der Minister appellierte an alle Beteiligten, dass es nun mit hohem Tempo gemeinsam weitergehen muss und Baurecht geschaffen werden muss. Das Land garantiere eine finanzielle Unterstützung in Höhe von bis zu 315 Millionen Euro. Denn mit der Regionaltangente West wird gemäß Tarek Al-Wazir der Verkehr in der Region entlastet und zugleich die Schiene und der ÖPNV gestärkt. Damit sei die Regionaltangente West ein wesentlicher Bestandteil der hessischen Verkehrswende.“
Die RTW entlastet S-Bahnstrecken an entscheidender Stelle, schafft weitere Kapazitäten und wird den steigenden Einwohner- und Pendlerzahlen im Rhein-Main-Gebiet gerecht, ist sich Bürgermeister Uwe Becker sicher. „Mit dieser infrastrukturellen Maßnahme verbinden wir die Region noch stärker.“
Nun ist es Horst Amann, Geschäftsführer der RTW Planungsgesellschaft, zufolge an der Planungs- und Baugesellschaft, die Voraussetzungen für den eigentlichen Bau zu schaffen. „Die nächsten Schritte sind keine Selbstläufer, Baurecht schaffen, heißt weitere Hürden zu nehmen sowie vielfältige, zusätzliche Anforderungen und die daraus resultierenden Konflikte zu bewältigen. Wir wollen nächstes Jahr mit der gesamten Kernstrecke in der Planfeststellung sein, die Abschnitte Nord und Süd sind in der Anhörung, wir kommen hier gut und im Plan voran“, sagte Horst Amann. Bis Anfang des kommenden Jahres wolle die Planungsgesellschaft auch im Mittelabschnitt die Planung stehen haben und den Antrag stellen. red

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