2. September 2019

„Fest des Friedens“ der SPD-Sossenheim in der Chlodwig-Poth-Anlage

Die SPD-Sossenheim veranstaltete ihr traditionelles Friedensfest im Sossenheimer Unterfeld

Friedensfest in der Chlodwig-Poth-Anlage mit Wasser oder Apfelwein und auch gemischt. Fotos: Krüger

In der Chlodwig-Poth-Anlage, die an den berühmten Satiriker erinnert, der in Sossenheim nicht unumstritten war, „Last Exit Sossenheim“, wurde am vergangenen Samstag, 31. August, jenes Fest gefeiert, das an den Antikriegstag am 1. September erinnern soll.

Roger Podstatny, Vorsitzender der Sossenheimer SPD, begrüßte die Anwesenden, „nach mehr als 70 Jahren Frieden in Deutschland“, zum Gedenken an den Beginn des Krieges: „Am 1. September 1939 begann mit dem Überfall Nazi-Deutschlands auf Polen der 2. Weltkrieg. Aus diesem Anlass begehen Sozialdemokraten, Gewerkschafter und die Friedensbewegung am 1. September den Antikriegstag!“

Weiter sagte Podstatny, „da auf der ganzen Welt noch immer Menschen unter den Folgen von vergangenen und unmittelbaren Kriegen leiden, hat dieses Thema leider nicht an Aktualität verloren und es ist der SPD auch weiterhin ein Anliegen, dass in unserer Gesellschaft Kriege verhindert werden und Verfolgte Schutz erhalten. Leider verbreiten sich aktuell wieder Rassismus, Antisemitismus, Nationalismus und Faschismus in einer Weise, die wir vor Jahren nicht für möglich gehalten haben.“

Mit dem neuen Veranstaltungsort sei man wieder näher an der Friedenseiche, die nur wenigen Gehminuten entfernt ist. Die Friedenseiche war 1871 von Kriegsteilnehmern gepflanzt worden, die aus dem Deutsch-Französischen Krieg heimgekommen waren. Hundert Jahre später, 1971 wurde auf Initiative der Jungsozialisten an der Friedenseiche ein entsprechender Gedenkstein gelegt mit der Aufschrift: „Wir alle tragen die Verantwortung für den Frieden in der Welt.“. Daran habe sich bis heute nichts geändert. Es gehe uns eigentlich gut, „und deshalb können wir es uns auch leisten, Menschen aus Kriegsgebieten in Deutschland aufzunehmen“.

Seit 1981, so Podstatny weiter, findet dieses „Fest des Friedens“ statt. Und auf die Historie hinweisend, sagte er abschließend, „bereits 1869 wurde die SPD-Sossenheim als ‚Allgemeiner Deutscher Arbeiterverein‘ gegründet. Das werden wir am 27. September ab 19 Uhr im Volkshaus Sossenheim feiern“.

Roger Podstatny, rote Mütze, erläuterte den Bauplan für die Renaturierung der Nidda.

Neben dem Aspekt „Antikriegstag“, der im Mittelpunkt stand, informierte Podstatny über den Umbau des Sossenheimer Wehrs. „Nachdem die Genehmigung rechtskräftig geworden ist, geht es nun in die Realisierung der Umbaumaßnahmen“. Ein Bauplan vom Stadtentwässerungsamt lag vor, den Podstatny den Anwesenden erläuterte. Baubeginn für die Renaturierung der Nidda mit „Streichwehr“, Brückenbauten und Einbezug des Altarms der Nidda, wir berichteten darüber, sei vermutlich nicht vor Ende 2020 zu erwarten. mk

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