8. April 2019

„Bürgermeister“ Gerhard Henrich feierte 80. Geburtstag

Zahlreiche Gratulanten kamen zum Ehrenmitglied des Vereinsrings und des Kufö

Von links: Heidrun Wagner, Gattin Ingrid und Jubilar Gerhard Henrich, Reinhold Enders, Franz Müller und Agnes Hochstadt-Napierski prosten auf die Gesundheit. Foto: Krüger

Am vergangenen Samstag feierte Gerhard Henrich seinen 80. Geburtstag. Froh gelaunt und herzlich, so wie man ihn halt kennt, begrüßte er die zahlreichen Gratulanten bereits am Vormittag in seinem Haus an der Siegener Straße. Ehefrau Ingrid schenkte Sekt ein und so konnte man auf die Gesundheit anstoßen. „Gesundheit ist das Wichtigste, das kann man nicht oft genug sagen“, betonte der Jubilar.

Geboren 1939, „als 7-Monatskind“, wie er sagt, aufgewachsen in Griesheim, kam Henrich 1964 nach Sossenheim und gründete hier mit bestandener Meisterprüfung als Orthopädie-Schumacher ein Schuhgeschäft mit einer Reparaturwerkstatt.

Und dass er in Sossenheim etwas bewegt hat, ist hier gut bekannt. Und so nennt man ihn auch noch heute insgeheim den „Bürgermeister von Sossenheim“. „Komm ich irgendwo hin, geh ich in einen Verein. So hab ich das auch in Sossenheim gemacht“, erzählt Gerhard Henrich und weiter, „da lernt man gesellige Leute kennen“. Seine Vorbilder in Sachen aktive Vereinsarbeit in Sossenheim waren Johann-Peter Polzin und Hermann Moos. Henrich ist bzw. war Mitglied in vielen Sossenheimer Vereinen, ob als Mitglied, Aktiver, Vorstandsmitglied oder als Vorsitzender. Unter anderem bei der Freiwilligen Feuerwehr und der Chorgemeinschaft. Er war Mitbegründer des Sossenheimer Gewerbevereins und im Vorstand des Vereinsrings. Als 1. Vorsitzender des Vereinsrings in Sossenheim und aufgrund seiner zahlreichen ehrenamtlichen Tätigkeiten wurde er 1999 mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen ausgezeichnet und bekam 2008 die Bürgermedaille der Stadt Frankfurt verliehen.

Als große Bereicherung für Sossenheim sieht Henrich die Gründung des Kultur- und Förderkreises Frankfurt-Sossenheim e.V., kurz Kufö genannt. Damit wurde im Oktober 1997 ein Plan umgesetzt, den der Ehrenvorsitzende des Vereinsrings, Johann-Peter Polzin, gemeinsam mit ihm, als damaligem 2. Vorsitzenden des Vereinsrings, entwickelt hatte. Grund war der Wunsch nach mehr kulturellen Veranstaltungen in Sossenheim, um so das Volkshaus und den Kirchberg zu beleben. Als wichtigste Veranstaltungen des Kufö nennt Henrich das alljährliche „Neujahrskonzert“, das in diesem Jahr zum 22. Mal im Volkshaus veranstaltet wurde und den traditionellen „Sossenheimer Musiksommer“ auf dem Kirchberg.

Von 2001 bis Ende 2010 führte er den Kufö als 1. Vorsitzender. Seine Augen glänzen, wenn er über seine Erfolge beim Engagieren diverser Orchester, Dirigenten und Interpreten berichtet oder wenn er von seinem „Hobby“, dem Kufö, erzählt. Bei den 17 Reisen, die u.a. nach Petersburg und Moskau, Verona und Dresden führten, war er als Organisator auch stets der „Reiseleiter“. An eine Anekdote in Russland erinnert er sich ganz besonders, als die Reiseführerin an einer Kanone sagte, „aus dieser Kanone wurde noch nie geschissen“. Wie damals, lacht er auch heute noch darüber, wenn er diese Geschichte erzählt. Nach der letzten Reise im Juni 2015, auch sie war „ausverkauft“ und führte ins Elsass, legte er auch das Amt des „Reiseleiters“ altersbedingt nieder.

Dem heutigen Ehrenvorsitzenden von Vereinsring und Kufö liegen die Vereine, deren Veranstaltungen er auch heute noch gerne besucht, sehr am Herzen. So sagte ein Gratulant: „Du hast zu Recht die zahlreichen Ehrungen bekommen!“

Richtig gefeiert wurde mit Familie und Freunden dann am Abend im Gasthaus von Sohn Rainer, dem bekannten Ausflugslokal „Ginnheimer Wirtshaus“, am Ginnheimer Wäldchen. mk

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