29. März 2019

Mülltonnen wandern

FES-Müllfahrzeuge dürfen nicht mehr rückwärts in enge Bereiche fahren

Auch in der Thomestraße bringt nun ein Servicedienst der FES die Tonnen an die Kurmainzer Straße und nach der Leerung wieder an die angestammten Plätze zurück. Foto: Mingram

Schon vor einigen Wochen stellten Anwohner in einigen Straßen Sossenheims verblüfft fest, dass ihre Abfallbehälter sich offenbar selbstständig machen. An den entsprechenden Leerungstagen finden sich graue, grüne, braune oder gelbe Tonnen im Laufe des Vormittags gesammelt am Straßeneingang wieder.

Nachmittags sind die Tonnen wieder an ihrem jeweiligen Platz. Dieses Phänomen, das insgesamt 258 Straßen und Straßenabschnitten in den westlichen und nördlichen Stadtteilen betrifft, wurde jetzt von der FES aufgeklärt. Die Abfalltonnen in den betroffenen Straßen werden von einem durch die FES eigens dafür organisierten Servicedienst an die Hauptstraßen transportiert und nach der Leerung wieder an ihre angestammten Plätze gebracht. Der Grund: Müllfahrzeuge sollen nicht mehr rückwärts in enge Bereiche einfahren, um die Verletzungsgefahr für Bürger zu verringern. Dies verlangt eine neue Richtlinie der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Auch die südlichen und östlichen Stadtteile sollen im Laufe dieses Jahres von dieser Neuregelung betroffen sein. Angenehmer Nebeneffekt: Die Signale der rückwärts fahrenden Müllautos n nerven nun nicht mehr.
Für die gewohnte Müllentsorgungsverfahren ändert sich nichts. Einzig die Abholung von Sperrmüll ist noch eine Nuss die es nach der neuen Regelung zu knacken gilt. FES und das Umweltamt, als öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger und Auftraggeber für die kommunale Entsorgung in Frankfurt, diskutieren derzeit Lösungsmöglichkeiten. Mit der Organisation der Abschaffung des rückwärts Fahrens von Müllfahrzeugen sind zahlreiche Fachkräfte beschäftigt. Die Maßnahmen reichen von der Erneuerung von Beschilderungen über die Änderung von Verkehrsführungen bis hin zum Aufstellen von Pollern. Allerdings, so räumt die FES ein, solle es in Einzelfällen auch dazu kommen, dass die FES-Fahrzeuge eine Straße gar nicht mehr anfahren können. Die gerade begonnene Bereitstellung der Tonnen durch eigene Kräfte der FES wird von der Stadt finanziert und ist nach Auskunft der FES nicht mit Mehrkosten für die Bürger verbunden. mi

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