17. Dezember 2018

Krippenspiel bekommt viel Anerkennung

Den Gottesdienst mit „Theater in Hessischer Mundart“ lebhaft bereichert

Am Ende waren Herodes, alias Heinz-Jürgen Knebel, links und Jesus, alias Pfarrer Horst Klärner sich einig, wer der richtige König aller Menschen ist. Fotos: Krüger

Es war ein etwas anderer Gottesdienst am 3. Advent in der fast voll besetzten Kirche der evangelischen Regenbogengemeinde an der Siegener Straße in Sossenheim. „Jesus kehrt zurück nach Sossenheim“, mit diesen Worten begrüßte Pfarrer Horst Klärner die Teilnehmer am sonntäglichen Gottesdienst und fügte mit einem Lächeln hinzu: „Willkommen zum Hessischen Krippenspiel“.

Nach dem ersten Lied, begleitet von der Kirchenorgel und dem gemeinsamen Gebet, begann das Krippenspiel Teil 3. Im 1. Teil, im Dezember 2016, wurde Jesus geboren und im 2. Teil, im Dezember 2017, feierte man mit dem inzwischen groß gewordenen „Christkind“ Geburtstag. Nun also der ultimative 3. Teil dieser Geschichte, die einst von Angela Aldinger initiiert worden war und für deren Inhalt und Texte Heinz-Jürgen Knebel überwiegend verantwortlich ist. „Wir haben alles gemeinsam erarbeitet“, möchte Heinz-Jürgen Knebel aber ausdrücklich betont wissen.

In Sossenheim zuhause zu sein heißt, so sagt man, es wird „Handkäs mit Musik“ serviert und dazu „Äbbelwoi“ getrunken. Aber auch Hessisch gebabbelt, und das konnte der Pfarrer, alias Jesus, ganz ausgezeichnet. Er und seine „Mitspieler“ brachten die Kirchenbesucher immer wieder zum Lachen. So auch auf eine Frage aus dem Publikum, ob er auf seinem Weg auch durch „Offebach“ gekomme sei? „Jesus“ antwortete „ja, da hab ich eine Bieberer-Berg-Predigt gehalte“. Gemeinsam mit den „Heiligen drei Königen“ wurde die Rückkehr also zünftig gefeiert.

Auch sein ehemaliger Widersacher kam ins Spiel, „Herodes“, dargestellt von Heinz-Jürgen Knebel. Aber die Frage, wer denn nun der wirkliche König sei, wurde eindeutig zu Gunsten von „Jesus“ geklärt. Jedoch, so Jesus, alias Pfarrer Horst Klärner, „vor Gott sind alle Menschen gleich“. Eine schöne und vor allem lustig „gespielte“ Geschichte. Die Orgel und am Flügel spielte Marianne Hegerich. Im Ensemble spielten des Weiteren mit, Bettina Drink, Ellie und Franz Gambel, Petra Jaschok, Nicole Toppitsch und Sven Weber, sowie Sandra Jüptner, die auch Regie führte.

Zum Abschluss des Gottesdienstes betete man gemeinsam das „Vater unser“. Anschließend traf man sich im benachbarten Gemeindehaus zu einem kleinen Imbiss mit „Handkäs mit Musik“ und Getränken, auch mit Apfelwein. Ein bisschen Wehmut dar dort zu spüren, denn der beliebte Pfarrer Horst Klärner geht in den wohlverdienten Ruhestand. Nach 37 Jahren als Gemeindepfarrer in der Regenbogengemeinde Frankfurt am Main Sossenheim wird er am 2. Februar 2019, 18:30 Uhr, in der ev. Kirche an der Siegener Straße verabschiedet. Den Gottesdienst für Horst Klärner hält Probst Albrecht. mk

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