19. Mai 2018

Sehnsucht nach Isfahan – Die Geschichte von Ibn Sina

Großartige Stadtteiloper, von der Henri-Dunant-Schule auf die Bühne gebracht

Ibn Sina, Bildmitte, beantwortet die Fragen „seiner“ Studenten. Fotos: Krüger

Das Sossenheimer Volkshaus war am vergangenen Donnerstag bis auf den letzten Platz besetzt, als Bärbel Schui vom Kultur- und Förderkreis Frankfurt-Sossenheim e.V., kurz Kufö, in Vertretung von Franz Kissel die Besucher begrüßte.

Der Vorsitzende des Vereins und seine Stellvertreterin, Regina Opelt, nahmen zur gleichen Zeit im Frankfurter Palmengarten den Nachbarschaftspreis der Stadt Frankfurt entgegen, den der Verein für sein Projekt, „Kinderkultur in Sossenheimer Schulen“, erhielt. Zu diesem Projekt gehört auch die Organisation und finanzielle Unterstützung dieser „Stadtteiloper“ der Henri-Dunant-Schule.

Sabine Fischmann und Anne Rumpf, rechts, in bunten Kostümen noch bei den letzten Proben.

Sodann begrüßte Schulleiter Ulrich Grünenwald die zahlreichen Kinder, ihre Familien und Freunde der Grundschule. Er würdigte die großartige Leistung, die hinter dieser Aufführung steht, bedankte sich bei seinem Lehrerkollegium, Schülern und Eltern, Elternbeirat, den Sponsoren, dem Kufö, der Stadt Frankfurt und dem Stadtschulamt sowie bei den zahlreichen Helfern und insbesondere bei Uschi Will für das Nähen der Kostüme. Immerhin waren 160 Kostüme zu nähen und da wurde ihr auch geholfen.

Ulrich Grünenwald bedankte sich auch bei Markus Neumeyer, musikalische Leitung, Anne Rumpf, pädagogische Leitung, Tanja Jung, Technik und bei Sabine Fischmann, die Regie führte. Weitere Namen stehen für Orchester, Videotechnik, Einstudierung Tanz und Solotanz, für Libretto und die großen und kleinen Darsteller sowie die Sängerinnen und Sänger. Der Vertreter des Stadtschulamtes lobte die gute Zusammenarbeit und dankte Kindern, Lehrern, Elternbeirat und allen, die in irgendeiner Weise zum Gelingen beigetragen haben.

Es war eine großartige über zweistündige Vorstellung, für die es am Ende stehenden Applaus und Zugabe Rufe gab. „Sehnsucht nach Isfahan“ erzählt die abenteuerliche Geschichte des Universalgelehrten Ibn Sina, der vor knapp 1000 Jahren im alten Persien gelebt hat. Als junger Mann macht dieser sich auf die Suche nach einem Ort, an dem er in Frieden forschen und lernen kann. Dabei überlebt er Sandstürme, Hinterhalte und Gefängnisstrafen. Er schreibt zahlreiche Bücher und widmet der Liebe seines Lebens die schönsten Lieder unter der Sonne. Eine spannende Geschichte und ein ebenso spannendes Thema für eine „Kinderoper“. Die Schüler der 3. und 4. Klassen der HDS haben zusammen mit dem ganzen Ensemble, ob auf, hinter oder vor der Bühne, eine ganz tolle Aufführung gezeigt, die Respekt verdient.

Buntes Treiben auf der Bühne zum Finale.

Begeistert war auch Michael Weber, dessen Sohn Erik „irgendwo ganz hinten“ auf der Bühne „verschwunden“ war, „ob die Sopranistin, der Tenor oder die Musiker und auch die Tänzer, es war ein tolles Zusammenspiel von Profis mit den Kindern, Respekt vor Anne Rumpf und der Regisseurin oben auf der Empore“. Und auch MdL Uwe Serke war begeistert, „ich bin als Vorsitzender des ‚800-Jahre-Sossenheim-Vereins‘ stolz darauf was heute hier im Jubiläumsjahr geleistet wurde“. mk

Stehende Ovationen aber an Zugabe war nicht zu denken.

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