26. Februar 2018

90. Geburtstag von Ilse Krüger

Bernd-Dieter Serke überbrachte die Glückwünsche von Volker Bouffier und Peter Feldmann

Schwiegertochter Andrea, links, Sohn Manfred und Bernd-Dieter Serke gratulieren der Jubilarin zum 90. Geburtstag. Foto: Krüger

Stadtbezirksvorsteher Bernd-Dieter Serke überbrachte Ilse Krüger die Glückwünsche zum 90. Geburtstag von Ministerpräsident Volker Bouffier und Oberbürgermeister Peter Feldmann und fügte einen persönlichen Wunsch hinzu, „bleiben sie gesund und halten sie bis zu ihrem 100. Geburtstag durch – sie schaffen das“. Er übergab die Glückwunschschreiben und eine kleine Kiste Wein vom Weingut der Stadt Frankfurt. Auch Pfarrer Horst Klärner von der Evangelischen Regenbogengemeinde überbrachte Grüße und Segenswünsche der Kirche und des Kirchenpräsidenten. Sie feierte den Geburtstag mit Freunden und Nachbarn sowie mit der Familie.

Ilse Krüger hat ein sehr abwechslungsreiches, oft sehr beschwerliches Leben gelebt und will auch noch viele weitere Lebensjahre hinter sich bringen. Am 24. Februar 1928 in Marienhof, Groß Tychow, Kreis Belgard geboren, verbrachte sie ihre Kindheit und frühe Jugend in Pommern. Im Februar 1945 musste sie vor „den Russen“ fliehen, „ich hatte nur das, was ich auf dem Leib hatte mitnehmen können“. Und sie schaffte das Unmögliche zu Fuß, bis nach Bad Neuenahr und dann im Oktober 1945 bis nach Frankfurt. Ihren drei Söhnen hat sie diese unsägliche Geschichte der Flucht oft erzählt.

Ihren Mann Werner lernte sie kennen, als sie am Ostbahnhof auf die anfahrende Straßenbahn aufsprang. Der Straßenbahnschaffner schimpfte mit ihr und als auf der Rückfahrt dasselbe geschah, war es um die beiden geschehen. Am 1. Februar 1946 wurde geheiratet und auf den Tag genau ein Jahr später kam der erste von drei Söhnen auf die Welt. Die Zeit und insbesondere die Wohnungssuche nach dem Krieg waren nicht leicht, aber das wurde alles irgendwie gemeistert. Als Rentnerpaar kamen sie 1983 nach Sossenheim. Im Januar 2015 starb ihr Mann Werner im Alter von 92 Jahren.

Ilse Krüger fühlt sich heute besonders wohl, wenn sie Besuch von ihren 5 Enkelkindern und ihren zwei Urenkelinnen bekommt, „dann geht es mir immer gut“. Ansonsten fällt ihr das Laufen schon recht schwer, aber am Geschehen um sie herum und in der Welt nimmt sie lebhaft teil, „und deshalb gehe ich morgen auch zur Bürgermeisterwahl“. Und dass sie von ihrer Nachbarin, Frau Eng, fast täglich besucht wird, „sie bringt mir immer das Nötigste mit“, möchte sie gerne erwähnt wissen. mk

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