5. Februar 2018

Krebbelkaffee der „Frauen“

Schneewittchen, 2. v. links, und ihre 7 Zwerge. Fotos: Krüger

Bericht mit Video: Fast bis auf den letzten Platz war am vergangenen Sonntag der Saal im kath. Gemeindehaus, Alt Sossenheim 68a, gefüllt. Musiker „Bucky“ spielte zum Auftakt den „Narhalla Marsch“ und die „Katholischen Frauen“ um Elke Blessing sangen sogleich das Eingangslied „Glory Halleluja“. Und Elke Blessing war es auch, die durch den Nachmittag bei Kaffee und Krebbel führte und die närrischen Gäste begrüßte. Das sei vorweggesagt, es war, von Beginn an, eine tolle Stimmung im Saal, es gab stets kräftigen Applaus, es wurde viel gelacht und gesungen und viele „Raketen“ wurden gezündet.

Pfarrer Wolfgang Steinmetz und Elke Blessing.

Am Beginn der Redebeiträge das Protokoll, vorgetragen von Michael Ickstadt. Für mit sehr viel Humor und Wissen um die Vorgänge um die Kirche, insbesondere um St. Michael und St. Margareta, vorgetragene „Einzelheiten“ gab es große Anerkennung. Man spürte das Unverständnis im Zusammenhang mit der „zwangsweisen“ Zusammenlegung von fünf Gemeinden zu St. Margareta: „Nach 311 Jahren ist die Bomb geplatzt, und man hat aus fünf Männern eine Frau gemacht“, mit viel „Augenzwinkern“ vorgetragen und herzhaft belacht. „Am Jahresende haben wir in der Kirche die Flagge auf Halbmast gesetzt und hier im Hof die Beerdigung gefeiert“. Für Michael Ickstadt lautet das Unwort des Jahres: „Pfarreiwerdungsprozess“. „In Sossenheim brauchen wir das nicht“, in Anspielung auf das, was man von Sossenheim aus höherer kirchlicher Sicht erwartet aber hier nicht braucht, „wir haben unsere Erfahrungen!“

Aber auch das weitere Geschehen im weltlichen Leben und in der „hohen Politik“ kam nicht zu kurz. So war das Bübchen aus Österreich bei Oma Merkel in Berlin zu Besuch und die weltweite Politik von Herrn Trump kam zur Sprache, „Groko“ und auch, „dass die Eintracht nach Europa schaut“. Ein wirklich glanzvolles Protokoll, wie allseits zu hören war.

Zu Gast auch diesmal wieder die Krümelgarde der „Spritzer“. Die Kleinsten des Karnevalsvereins „Die Spritzer“ tanzten den „Monster-Tanz“. Vor der Pause noch das Zwiegespräch von „Zwei Sossenheimer Mädcher“, vorgetragen von Isabelle Kissel und Sophie Nees. Dann sang und spielte Musiker „Bucky“: „Es ist noch Kaffee da, es ist noch Kaffee da“. Und es gab die Krebbel dazu.

Die „Krümelgarde“ des Karnevalsvereins „Die Spritzer“ tanzte den „Monster-Tanz“.

Nach drei mal elf Minuten Pause und „Einzug“ mit Musiker „Blacky“ kamen „Die Marktfrauen“ auf die Bühne. Ein munterer und sehr lustiger Beitrag um viel Obst und Gemüse, bestens vorgetragen von den „Frauen“. Sodann kam Monika Klammt in die „Bütt“. Als ältere, frische Autofahrerin und den Führerschein kürzlich nach 111 Fahrstunden doch noch bekommen, erzählte sie von ihren ersten „freien“ Fahrstunden, „ohne des blöd Gebabbel vom Beifahrer“. Sie kenne Sossenheim jetzt sehr gut und wunderte sich mal, dass ihr auf der Autobahn so viele „verrückte Autofahrer“ entgegenkamen. Naja, lustig wars und es wurde herzhaft gelacht.

Elke Blessing mit „Brezelbub“ Michael Ickstadt.

Jetzt stand der „Brezelbub“ draußen und wurde „reigelasse“. Er sang Lieder zur Fassenacht und zum Äbbelwoi. „Zur Fassenacht in Sossenheim, da komme nur frohe Menschen rein“ (Im Blaue Bock) oder auch, „Bei uns gibt’s Äbbelwoi“, statt Chianti Wein, da sangen alle im Saal mit und der Musiker nahm diesmal das Akkordeon in die Hände. Ein schöner Beitrag von „Brezelbub“ Michael Ickstadt. Es folgte der Auftritt der Gesangsgruppe „Die Zwerge“. Natürlich waren das wieder die „Frauen“. Ein Höhepunkt folgte dem nächsten, und das war jetzt „Die Oma“, dargestellt bzw. vorgetragen von Gertrud Neuser. Sie erzeugte eine Lachsalve nach der anderen und es standen viele Tränen des Lachens in den Augen, wenn sie von ihrem Enkel Karlchen erzählte: „Der sieht alles und nervt die Oma“.

Stets fröhliche Katholische Frauen.

Nach einer Schunkelrunde kam es zum Zwiegespräch zwischen „Prof. Gerneschlau“, Sebastian Katzenbach und „Dr. Hanna Freigeist-Ellenbogen“, Hanna Neuser. Ihr Thema, „Erziehung einst und heute“. Nun brauchte die Gäste dringend eine weitere Pause, denn die „Trauerschnallen“ waren angekündigt. Nach der Pause und einem Schnaps schütteten sie „ihr Herz“ aus. Der Vortrag von Bernhard Katzenbach als „Bildaufhänger“ griff erneut die Lachmuskulatur an. Dann stand nur noch eine umfängliche Ordensverleihung (Kordel mit Wurst und Piccolo) an und mit dem Schlusslied der „Frauen“, „Hulapalu“ endete ein zwar langer aber nicht zu langer Nachmittag mit Krebbel, Kaffee und auch einem Glaserl Wein sowie auch mit viel Humor. mk

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