Der Bus war trotz einzelner hitzebedingter Absagen mit 40 Reisenden gut bestückt, als Ingrid Gier, 2. Vorsitzende des Volkshausvereins Sossenheim, Mitglieder und Freunde am 20. Juni 2026 zum Tagesausflug des Vereins begrüßte. Am Ziel, Lauterbach im Volgelsbergkreis, teilten sich die Mitglieder in zwei Gruppen auf und erkundeten unter der sachkundigen Leitung von einer Stadtführerin und einem Stadtführer die durch von vielen Fachwerkbauten geprägte Stadt.
Neben vielen äußerst liebevoll restaurierten historischen Wohnhäusern fanden die Reste der historischen Stadtmauer, die 1628 erbaute Stadtmühle, die evangelische Stadtkirche und die Residenz besondere Aufmerksamkeit. Die Residenz ist ein Umbau der bereits 1266 erbauten Burg Lauterbach. Denn, das ist schon eine Besonderheit, von 1684 bis 1806 war Lauterbach unter der Herrschaft des Adelsgeschlechts Riedesel ein eigenständiger Kleinstaat mit selbstständiger Gesetzgebung, den sogenannten Riedeselschen Verordnungen.

Unterhaltsam und informativ, die Stadtführungen.
Nach den rund zweistündigen Stadtspaziergängen bei Temperaturen von mittlerweile über 30 Grad war es Zeit für die Mittagspause. Neben Spezialitäten aus der Region musste natürlich der Flüssigkeitshaushalt wieder ins Gleichgewicht gebracht werden. Anschließend machte sich die Gemeinschaft auf den Weg zum Schloss Eisenbach. Schon vor 800 Jahren errichteten „die Riedesels“ hier eine Burg, die vor rund 400 Jahren zum heutigen Schloss umgebaut wurde, das auch heute noch bewohnt ist. Von der ursprünglichen Burg sind neben der Ringmauer der fünfeckige Bergfried und Mauerteile in der Kernburg erhalten. Die Anlage mit schöner Aussicht auf die grüne Landschaft lud zu Spaziergängen ein. Die ganze Ausflugsgruppe traf dann im wunderschön schattig gelegenen Café wieder zusammen, genoss die leckeren Kuchenspezialitäten, wie auch Eisbecker, Eiskaffees und Eisschokoladen, die in der Geselligkeit genossen wurden.

Schloss Eisenbach.

Im Park von Schloss Eisenbach.
Letztes Ziel des vom Vorstandsmitglied Rosi Dill bestens organisierten Ausflugs war die Straußwirtschaft „Rote Pumpe“ in Obermörlen. Hier gabs den richtigen Schoppen zu der Vesper mit Handkäs oder Wurstspezialitäten. Ein schöner Ausklang des Ausflugs, bei dem trotz der immer noch 33 Grad am Abend eine ausgezeichnete Stimmung herrschte.
Zum Schluss dankte Ingrid Gier nochmal Rosi Dill und auch Brigitte Stark-Matthäi, die beide für Einladung und Organisation verantwortlich waren. Das quittierten die Mitfahrenden mit großem Applaus. Zum 24. Juli 2026 lädt der Volkshausverein bereits wieder zu einem Halbtagesausflug nach Hohemark ein und freut sich auf eine ebenso große Teilnehmerschar. mk