20. April 2021

Vereinsring traf sich wieder online

Teilnehmer bekamen „Gespritzten“ und Handkäs mit Musik nach Hause geliefert

Der virtuelle Stammtisch des Sossenheimer Vereinsrings fand wieder großen Zuspruch. Es wurden zahlreiche Themen diskutiert. Foto: Krüger

Am Montag fand zum zweiten Mal ein virtueller Stammtisch des Vereinsrings Sossenheim statt. Dass der Austausch untereinander gerade in dieser Zeit unverzichtbar und wichtig ist, zeigte sich an der Teilnehmerzahl. Waren es beim ersten Stammtisch noch 14 von 23 Mitgliedervereinen, so waren es am Montag bereits 17 teilnehmende Vereine und insgesamt 26 Personen.

Der Vorsitzende des Vereinsrings Sossenheim, Franz Kissel, begrüßte die Teilnehmer online in ihrer häuslichen Umgebung und prostete ihnen zu. Das Zuprosten war möglich, weil Manuel Tiedemann, Vorsitzender der ISG Sossenheim, den Apfelwein gespendet hatte. Der „Handkäs mit Musik“ war vom Sossenheimer Gasthaus „Zum Löwen“ zubereitet und vom Vereinsring gesponsert worden und wurde sichtlich genossen. Das Verteilen kurz vor der Online-Veranstaltung hatten die Vorstandsmitglieder des Vereinsrings übernommen.
Zu Gast in der geselligen Runde war diesmal Zlatica Niznanska vom Projekt „Sozialer Zusammenhalt“. Sie gab den Vereinsvertretern einen kurzen Ein- und Überblick zum aktuellen Projektgeschehen in Sossenheim und der Arbeit des Projektes, sowie dessen Beirat. Zudem stellte sie den Vereinen noch einmal die Möglichkeit des Verfügungsfonds der Stadt Frankfurt vor. Ebenso stand das neue Logo „Sossenheim gewinnt mit Herz und Vielfalt“ des Projekts auf der Agenda, über das jetzt alle Sossenheimer abstimmen können.

Andy Will modereierte den virtuellen Stammtisch des Vereinsrings.


In den Beiträgen und Berichten der Vertreter der Sossenheimer Vereine wurden die Corona-bedingten Einschränkungen stets mehr als deutlich. Die Vereine sowie die Stammtisch-Teilnehmer wünschen sich sehnlichst, bald wieder zur „Normalität“ zurückkehren zu können. Den Vereinsvertretern ist jedoch bewusst, dass das noch einige Zeit dauern kann. Der Kultur- und Förderkreis Sossenheim hat deshalb für dieses Jahr keine Veranstaltung geplant und bereits jetzt schon das Neujahrskonzert 2022 abgesagt.
Auch das Thema Kerb 2021 wurde ausführlich besprochen. Alle Beteiligten waren sich einig, dass sich eine Durchführung „stand jetzt“ eher schwierig gestaltet. Nichts desto trotz wurde beschlossen, das Fest zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht völlig abzuschreiben. Man will die Lage und die Pandemie-Situation weiter beobachten und sich im Juni dazu noch einmal austauschen, denn nur zu gerne würden die Sossenheimer Vereine ihren Bürgern wieder ein Fest bieten.
Von der AWO nahm Heike Watkowiak teil und berichtete, dass auch die Senioren ein baldiges Wiedersehen in geselliger Runde herbeisehnen. Abgesagt wurde ebenfalls der „Wäldchestag“ der ISG auf dem Parkplatz der Volksbank-Sossenheim.
Auch Michael Schneider, Vorsitzender der Kerbeburschen, sieht kaum Chancen für seine Veranstaltungen. Dennoch hofft er, dass wenigstens der Kerbebaum gestellt werden kann. Ebenso wird es die Vatertags-Veranstaltung der Freiwilligen Feuerwehr Sossenheim laut stellvertretendem Wehrführer Christian Kurz in gewohnter Form nicht geben.
Auf der Tagesordnung stand aber noch ein weiterer wichtiger Punkt. Die Zukunftsplanungen für die Zeit nach der Pandemie. Wie bekommt man das Vereinsleben wieder in Schwung? Welche Maßnahmen müssen ergriffen werden, um Traditionsveranstaltungen im Stadtteil oder der einzelnen Vereine wieder anzuschieben? Welche finanziellen Mittel müssen die Vereine dafür aufbringen? Wie können Vereine dies stemmen? Diese und viele weiteren Punkte dazu wurden diskutiert. Auch hier will man nicht untätig bleiben und die Vereine werden sich weiter gemeinsam zu diesem Thema austauschen und gegenseitig helfen.
Abschließend bedankten sich Andreas Will und Franz Kissel für die rege Teilnahme. Eine Fortsetzung soll folgen. Als neuer Termin wurde der 31. Mai festgesetzt. mk/red

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