23. März 2021

Von der Hasenhaarfabrik zum Familienzentrum

Schlaglicht Hasenhaarscherer an SOS-Kinderdorf Frankfurt übergeben

Bernd Glanz, Vorstandsmitglied des Heimat- und Geschichtsvereins Sossenheim, übergab das Schlaglicht zur Geschichte der Sossenheimer Hasenhaarscherer an Ina Franzkewitz, Leiterin des SOS-Kinderdorf Frankfurt zu dem auch das SOS Kinder- und Familienzentrum Sossenheim gehört. Foto: SOS Kinderdorf

Der Heimat- und Geschichtsverein Sossenheim übergab am vergangenen Freitag das Schlaglicht zur Geschichte der Sossenheimer Hasenhaarscherer an das SOS-Kinderdorf Frankfurt, das seit Ende 2014 in dem ursprünglich als Hasenhaarfabrik erbauten Gebäude ansässig ist.

Andreas Will und Bernd Glanz vom Heimat- und Geschichtsverein Sossenheim freuen sich, dass damit auch das letzte Schlaglicht der Ausstellung „800 Jahre Sossenheim“ seinen Platz am Bestimmungsort gefunden hat.
1853 wurde am Standort Alt Sossenheim 9 die Hasenhaarfabrik „Maison de Paris“ gegründet, um das für die Herstellung von Filzhüten erforderliche Hasenhaar zu gewinnen. Nach dem Niedergang der Zunft der Hasenhaarschneider diente das Gebäude zunächst als Schule und wurde nach dem zweiten Weltkrieg 15 Jahre lang von der Höchster Porzellanmanufaktur genutzt. Von 1990 bis zu seinem Tod 2004 lebte und arbeitete der Satiriker, Karikaturist und Maler Chlodwig Poth schließlich im früheren Schulhaus, bevor es dann grundlegend renoviert und zum Kinder- und Familienzentrum des SOS Kinderdorfes umgebaut wurde.
Ina Franzkewitz, Leiterin des SOS-Kinderdorf Frankfurt, begrüßt es, diesen Teil der umfangreichen Geschichte Sossenheims der Öffentlichkeit präsentieren zu dürfen: „Wir unterstützen die Arbeit des Heimat- und Geschichtsvereins Sossenheim gerne. Mit dem Chlodwig-Poth-Saal, unserem großen Bewegungsraum hier im Familienzentrum, erinnern wir zudem an den ehemals in unserem Gebäude ansässigen Künstler.“ red

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