29. Januar 2021

Schiffspielplatz ist marode

Brief einer besorgten Mutter führt Oberbürgermeister in den Frankfurter Westen

Oberbürgermeister Peter Feldmann, Bianca Asipi und Nilüfer Tulunay-Ünver begutachten den schiefen Bodenbelag unter der Kleinkind-Schaukel auf dem Schiffspielplatz an der Wörthspitze. Foto: Stadt

„Wir möchten einen Spielplatz, der uns Kinder anspricht und motiviert zum Spielen“, so lautete der erste Satz eines Briefes, den Nilüfer Tununay-Ünver im Namen ihrer Kinder Helin und Koray an den Oberbürgermeister geschrieben hat.

Gemeint war der auch als Spielplatz Wörthspitze bekannte Schiffspielplatz zwischen Höchst und Nied. Früher war er ein echter Vorzeigespielplatz – doch mittlerweile hat der Zahn der Zeit an vielen Geräten genagt, was die zahlreichen, dem Brief beigelegten Bilder deutlich zeigten.
Für Oberbürgermeister Peter Feldmann stand fest, dass er sich selbst ein Bild machen von der Situation machen will und mit der Mutter und Erzieherin über das Spielplatz-Problem sprechen.
Am Donnerstag vergangener Woche fand ein Ortstermin statt, bei dem noch eine zweite Mutter, Bianca Asipi, mit ihrer fünfjährigen Tochter Medina dabei waren. Gemeinsam inspizierten sie die teilweise abgebauten Spielgeräte, morsche Holzbalken und den schiefen Bodenbelag unter der Kleinkind-Schaukel. Nilüfer Tununay-Ünver sagt: „Das ist gerade für die ganz Kleinen eine gefährliche Stolperfalle.“
„Hier gibt es viel zu tun“, stimmte das Stadtoberhaupt zu. „Spielplätze sind im Lockdown wichtiger denn je. Kinder müssen raus, auch in Zeiten der Kontaktbeschränkung – und da sind ansprechende und vor allem sichere Spielplätze Gold wert.“
Die gute Nachricht ist, dass der Schiffspielplatz steht ganz oben auf der städtischen Sanierungsliste. Laut Peter Feldmann ist er in das Grunderneuerungsprogramm aufgenommen worden – und zwar in Kategorie eins der Prioritätenliste. Damit zählt der Schiffspielplatz zu den nächsten drei Sanierungsprojekten, die angegangen werden. „Schon im kommenden Jahr könnte es losgehen“, erläuterte der Oberbürgermeister. „Ich weiß, für Kinder ist das eine lange Zeit. Aber bin mir sicher: Wenn Sie sich so engagiert in die Sanierung einbringen, entsteht hier ein Kleinod, auf das es sich zu warten lohnt.“ red

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