30. August 2020

Rote Nelken für den Frieden

Friedensfest der SPD Sossenheim in diesem Jahr unter der Friedenseiche

Rote Nelken brachten, von links: Elke Tonhäuser, Ursula Redlich, Dr. Charlotte Eisenberg, Roger Podstatny, Brigitte Stark-Matthäi, Petra Scharf, Peter Donath, Jutta Dahlke und Klaus Moos. Foto: Krüger

Ein klassisches Fest, wie in den vergangenen Jahren, konnte wegen „Corona“ nicht stattfinden. Deshalb lud Roger Podstatny, Vorsitzender der SPD Sossenheim, zu einem Treffen unter die fast 150 Jahre alte Stiel-Eiche ein. Am Sonntag, 30. August, wurde so jenes Fest gefeiert, das an den Antikriegstag am 1. September erinnern soll.

Diese Veranstaltung beruht auf der Überlieferung, dass im Jahr 1871 eine Friedenseiche von Kriegsteilnehmern gepflanzt worden ist, die aus dem Deutsch-Französischen Krieg heimgekommen waren. Hundert Jahre später, 1971, hatten Jungsozialisten an der Eiche einen Gedenkstein mit Aufschrift gelegt.

1971 hatten Jungsozialisten an der Eiche diesen Gedenkstein gelegt.

Roger Podstatny begrüßte die Anwesenden „nach mehr als 75 Jahren Frieden in Deutschland“ und sprach zum Gedenken an den Beginn des Krieges: „Am 1. September 1939 begann mit dem Überfall Nazi-Deutschlands auf Polen der 2. Weltkrieg. Aus diesem Anlass begehen Sozialdemokraten, Gewerkschafter und die Friedensbewegung am 1. September den Antikriegstag!“ Weiter sagte Podstatny, „wir können froh und glücklich sein, dass wir in Frieden leben können und dass uns hier in Deutschland ein Krieg erspart blieb“. Er wies auf die immer noch zahlreichen Krisenherde hin und auf die Verantwortung „die wir alle tragen“ und fügte abschließend hinzu, „ich hoffe, dass dieser Baum, diese Eiche, keinen Krieg mehr erleben muss – jeder von uns kann zum Frieden beitragen!“

Dr. Charlotte Eisenberg, Pfarrerin der Evangelischen Regenbogengemeinde, betonte in ihrer Ansprache, dass Frieden immer eine Gabe Gottes aber auch eine Aufforderung an uns sind, die man jeden Tag umsetzen und leben muss. Es sei unsere Aufgabe, „Frieden zu schaffen und daran zu arbeiten“.

Der stellvertretende Vorsitzende der SPD Sossenheim, Peter Donath, erinnerte an die „Zeit nach dem Krieg“ und den Grund, heute den „Antikriegstag“ zu begehen: „Last uns doch nicht diesen Wahnsinn des Wettrüstens fortsetzen!“ Und er sprach den Irrsinn vom Samstag an, als in Berlin von Extremisten versucht wurde, das „Reichstagsgebäude“ und damit die Demokratie anzugreifen.

Petra Scharf, SPD und Stadtverordnete in Frankfurt, wies darauf hin, „wie zerbrechlich Frieden ist“. Worte zum Friedensfest sprachen auch Jutta Dahlke, SPD Sossenheim und Anna Pause, SPD Gallus. Weitere TeilnehmerInnen waren Elke Tonhäuser, Brigitte Stark-Matthäi und Marianne Karahasan sowie Ursula Redlich und Klaus Moos. mk

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