13. Januar 2020

Auf der Bühne wurde es eng

Großes Neujahrskonzert mit dem „Polish Art Philharmonic“-Orchester

Viel Applaus gab es für Sopranistin Nathalie de Montmollin, Dirigent Michael Maciaszczyk und das „Polish Art Philharmonic“-Orchester. Foto: Krüger

Für Freunde der Wiener Klassik und von Operetten ist das Neujahrskonzert des Kultur- und Förderkreises seit nunmehr 23 Jahren ein Pflichttermin. Gestern war ein besonders eindrucksvolles Orchester zu Gast.

Mit 43 meist jungen Musikerinnen und Musikern war das Orchester „Polish Art Philharmonic“ angereist. Da wurde es zwischen Musikern, Instrumenten und Notenständern richtig eng auf der eigentlich recht geräumigen Bühne des Volkshauses. „So viele Leute hatten wir noch nie auf der Bühne“, sagte Franz Kissel, der Vorsitzende des Kultur- und Förderkreises.
Dank der großen Zahl von Musikern entwickelte das Orchester unter der Leitung des renommierten polnischen Dirigenten Michael Maciaszczyk einen beeindruckenden Klangkörper.
Der Maestro am Pult hatte dabei stets die Zügel in der Hand und führte zwischen den Stücken souverän durch das Programm. Dieses bestand aus einem typischen Wiener Neujahrskonzert mit vielen bekannten Melodien von Johann Strauss bis Franz Lehár. Die gesanglichen Parts übernahm in diesem Jahr die Sopranistin Nathalie de Montmollin, die sich kraftvoll und ohne elektronische Unterstützung mit dem großen Orchester harmonierte.
Das Publikum sparte nicht mit Applaus und am Ende gab es sogar stehende Ovationen, nachdem sich Michael Maciaszczyk für die Zugabe bei seinem zweiten Geiger das Instrument entliehen hatte und sich auch noch als furioser Violinenvirtuose präsentiert hatte.
Insgesamt war das 23. Sossenheimer Neujahrskonzert wieder ein großer Erfolg. Mit rund 700 Besuchern war der große Saal des Volkshauses restlos ausverkauft. MS

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