19. September 2019

Erster 5G-Standort im Rhein-Main-Gebiet

Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus informierte sich am 70 Meter hohen Mast

Dr. Christoph Clement, Vodafone, links und Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus sprachen mit Presse und Interessierten vor dem 70 Meter hohen Mast. Fotos: Krüger

Die ersten drei 5G-Standorte von Vodafone in Hessen sind in Betrieb. Nachdem der 70 Meter hohe Mast unweit der Wilhelm-Fay-Straße in Frankfurt-Sossenheim bereits im August in Betrieb genommen wurde, ist er inzwischen auch mit einer 5G-Antenne ausgestattet. Hessens Digitalministerin, Prof. Dr. Kristina Sinemus, informierte sich am 19. September 2019 in Sossenheim über die Mobilfunkversorgung und kündigte für ganz Hessen einen schnellen flächendeckenden Mobilfunkausbau an.

Echtzeitübertragung und Datenraten von 10 Gigabit pro Sekunde sind somit künftig umsetzbar. Möglich macht dies der Hessische Mobilfunkpakt, den die Hessische Landesregierung vor einem Jahr mit den Mobilfunkanbietern unterzeichnet hat. „Mit dem Mobilfunkpakt hat sich die Hessische Landesregierung zum Ziel gesetzt, Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen zügig flächendeckend eine leistungsfähige Mobilfunkinfrastruktur zur Verfügung zu stellen. Niemand soll sich abgehängt fühlen. Das gilt für Großstädte und Ballungsgebiete ebenso wie für die ländlichen Regionen. Mobile Kommunikation und Datennutzung soll überall möglich sein“, betonte Sinemus.

Mit dem Mobilfunkpakt werden in den nächsten Jahren 800 neue Masten, 4.000 Modernisierungen und bis zu 300 Masten beziehungsweise Mobilfunkstationen für letzte weiße Flecken realisiert. Das Land gibt für das Stellen der bis zu 300 Masten bzw. Mobilfunkstationen ab dem Jahr 2020 noch einmal 50 Millionen Euro dazu. Ein flächendeckender Mobilfunkausbau in ganz Hessen, auch in strukturschwachen Regionen, ist das Ziel.

„Mit der Errichtung der ersten drei Vodafone-Masten leiten wir den flächendeckenden 5G-Mobilfunkausbau in Hessen schon früher als geplant ein. Zudem haben wir mit dem 5G-Testfeld von der Deutschen Telekom in Darmstadt einen weiteren Standort. Hessen ist damit auf einem sehr guten Weg für eine bessere und zukunftssichere Mobilfunkversorgung“, unterstrich die Ministerin. Eine lückenlose und schnelle Kommunikation sei nicht nur der Wunsch vieler Bürgerinnen und Bürger, sondern auch ein entscheidender Faktor für eine erfolgreiche Wirtschaft. Dafür sei eine zuverlässige Infrastruktur eine unabdingbare Voraussetzung, ebenso wie Unternehmen, die diese Infrastruktur bereitstellten und betreiben, erläuterte die Digitalministerin.

Für die Betriebe in Hessen bringe die Mobilfunkversorgung mit höheren Übertragungsraten eine signifikante Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit. „Eine starke Netzinfrastruktur ist im digitalen Zeitalter der entscheidende Rohstoff der Wirtschaft“, unterstrich Sinemus.

Prof. Dr. Kristina Sinemus lässt sich von Oliver Sturm, Vodafone, hinten, die kompakte Technik erläutern.

Frankfurt-Sossenheim ist der erste 5G-Standort von Vodafone in Hessen. Nach Sossenheim biete Vodafone seit kurzem auch über zwei weitere Masten in Offenbach 5G an. In Hessen gibt es darüber hinaus 5G von der Deutschen Telekom in Darmstadt. Der größte Vorteil von 5G ist die deutlich erhöhte Übertragungsrate. 5G erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 10 Gbit/s. Das ist mehr als zehn Mal so schnell wie das aktuelle 4G-Netz. Zudem gehen mit 5G Latenzzeiten von unter 1 Millisekunde einher. Dies sei besonders dort wichtig, wo viele Informationen in kurzer Zeit ausgetauscht werden müssen, wie beispielsweise beim autonomen Fahren oder im Bereich der Smart-Home-Technologie, z. B. bei der Fernüberwachung des eigenen Hauses.

Der 70 Meter hohe Mast in Frankfurt-Sossenheim ist ein Richtfunksammler-Mast. Der Richtfunksammler-Mast ermöglicht störungsfreie Telefonate, hochbitratige Verbindungen und mobiles Surfen im Internet. Außerdem verbessere sich die Sprachqualität bei Telefonaten, für die Bürgerinnen und Bürger, so die Fachleute vor Ort, reduzieren sich die unerwünschten Gesprächsabbrüche und die Quote der erfolgreichen Verbindungsaufbauten steigt. Bei dem Maststandort handelt sich um einen zentralen Knotenpunkt der Vodafone, der den Verkehr der Nachbar-Mobilfunkstationen über Glasfaser- und Richtfunkanbindungen zum zentralen Netzwerk der Vodafone weiterleite. mk

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