26. Juni 2019

Soziale Stadt Sossenheim

Zahlreiche Bürger kamen auf den Kirchberg und zeigten Interesse

Am „Sossenheimer Tisch“ schrieben Bürger ihre Meinung zu „gut“ oder „muss sich was ändern“ auf. Fotos: Krüger

Für den vergangenen Montag hatte Mike Josef, Dezernent für Planen und Wohnen, die Bürger von Sossenheim aufgerufen auf den Sossenheimer Kirchberg zu kommen: „Ich lade Sie hiermit herzlich ein, aktiv im ‚Beirat Soziale Stadt Sossenheim‘ mitzuwirken!“ Diesem Aufruf sind erstaunlich viele Bürger gefolgt und sind auf den Kirchberg gekommen.

Nach dem Auftritt einer Gesangsgruppe der Henri-Dunant-Schule, unter der Leitung von Anne Rumpf und einer Tanzgruppe der Albrecht-Dürer-Schule, unter Gitti Högermeyer, begrüßte Ursula Brünner vom Stadtplanungsamt die interessierten Bürger: „Wir wollen mit ihnen zusammen über mögliche Veränderungen sprechen. Was muss besser werden, was müssen wir verändern?“

Gemeinsam begrüßte das Team um Ursula Brünner, rechts, die Besucher auf dem Kirchberg.

Dr. Sven Fries, „Stadtberatung“, forderte die Anwesenden auf, am „Sossenheimer Tisch“, einem großen Luftbild von Sossenheim, ihre Meinungen und Anregungen aufzuschreiben – grüne Kärtchen für positive Meinungen, rote Kärtchen für „was geändert werden muss“. Auf dem Luftbild konnte jeder sein Domizil bzw. sein Zuhause finden, ganz Sossenheim und ein wenig drumherum.

Vom Quartiersmanagement von links Anna Pohling, Zlatica Niznanska und Dr. Sven Fries.

Dr. Fries erläuterte was wissenschaftlich erwiesen sei so, „das machen die Menschen hier gerne, weil sie ihr Zuhause finden und spontan fällt ihnen etwas ein. Eine neue Methode Stärken und Schwächen zu sehen und aufzuschreiben“. „Das fließt alles in das Integrierte-Städtebauliche-Konzept-Frankfurt ein, das vom Land Hessen finanziell unterstützt wird“, ergänzte Frau Brünner. Und Frau Zlatica Niznanska vom „Quartiersmanagement“ sagte, „es soll ein Beirat gegründet werden, um die Interessen zu bündeln“. Die Teilnehmer auf dem Kirchberg konnten sich für den Beirat anmelden.

Gut gefallen hat die Veranstaltung auch Michael Weber aus Sossenheim, „ich bin von diesem Projekt sehr angetan und habe in der Diskussion mit dem Ausrichter schon viele Punkte diskutieren können“. Zahlreich Kärtchen lagen beschrieben auf dem Tisch. Zu den Themen gehörten unter anderem das erhaltenswerte Unterfeld aber auch die illegale Müllentsorgung, die angespannte Verkehrssituation und die Parkplatzsituation, „auch, weil Sprinter und LKWs die Autoparkplätze der Anwohner belegen“. Ob und wie man alle angesprochenen Themen angeht, man darf gespannt sein. Info zu „wie kann ich mitmachen“ unter: www.stadtplanungsamt-frankfurt.de/stadterneuerung mk

2 Gedanken zu „Soziale Stadt Sossenheim

  1. Nun will ich nicht unken, und es ist ausgesprochen gut und richtig, das es diese Initiative gibt. Alle Bürger können über unseren Stadtteil quasi Mit-Entscheiden, zumindest Anhaltspunkte geben, was wo wichtig ist. Auffallend aber auch hier: die (mittlerweile vermutliche) Mehrheitsgesellschaft in Sossenheim scheint nicht anwesend zu sein. Ich sehe kaum die Menschen mit dem berühmten „Migrationshintergrund“, die sich an Ihrem Stadtteil beteiligen. Das alles scheint nach vielen Jahrzehnten immer noch ein langer Weg zu sein….

    1. Der benannte lange Weg wird auch sehr steinig, solange es immer wieder Personen gibt, die solche Kommentare schreiben. Womit unterstützt dieser Beitrag die Initiative „soziale Stadt“? Mir erschließt sich das nicht. Eine soziale Stadt zeichnet sich nicht nur durch Engagement, Mitdenken – auch für andere – aus sondern ganz besonders auch durch Toleranz und pfiffige Lösungen. Also fangen wir einfach mal damit an, der Rest und das große Ganze wird schon daraus entstehen …

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