16. April 2019

Naturnaher Umbau des Sossenheimer Wehrs nicht vor 2021

Regierungspräsidentin Brigitte Lindscheid übergab den wasserrechtlichen Genehmigungsbescheid

Am Sossenheimer Wehr nahm Klaus Oesterling den Bescheid von RP Lindscheid, 3. von rechts, entgegen. Foto: Krüger

Nachdem bereits einige Wehre umgebaut bzw. verändert wurden, zuletzt wurde das Höchster Wehr 2012/2013 durch ein festes „Streichwehr“ ersetzt, soll nun auch das Sossenheimer Wehr naturnah umgebaut werden. Der Umbau hat höchste Priorität, wie bei der Übergabe des wasserrechtlichen Genehmigungsbescheides durch Regierungspräsidentin Brigitte Lindscheid an Stadtrat Klaus Oesterling deutlich gemacht wurde.

Die Übergabe erfolgte am vergangenen Dienstag, 16. April, an der Nidda, am Sossenheimer Wehr. Nach einer Machbarkeitsstudie im Jahr 1993 und dem am 17.09.1998 gefassten Beschluss der Stadtverordnetenversammlung, den naturnahen Umbau der Nidda Wehre vorzunehmen, ist damit jetzt auch für das Sossenheimer Wehr ein wichtiger Schritt getan. Die lineare Durchgängigkeit des Flusses soll Stück für Stück wiederhergestellt werden. Zu den Rahmenbedingungen gehöre, dass die Hochwassersicherheit erhalten bleibe und der Grundwasserspiegel sich nicht wesentlich verändere.

Mit dem Umbau des Sossenheimer Wehrs und einer ca. 80 m langen festen Schwelle, einem so genannten „Streichwehr“, soll erreicht werden, durch Beseitigung der Wanderhindernisse die Wiederherstellung der Durchgängigkeit für Fische bis zum Hausener Wehr zu gewährleisten sowie die Wiederherstellung der Eigendynamik und der Fließgewässercharakteristik für eine vielfältige Biotopstruktur im Wasser. Der Grill´sche Altarm wird in die Umbaumaßnahmen einbezogen und da, wo der Uferweg unterbrochen wird, soll eine neue Brücke errichtet werden.

Naturnaher Umbau im Plan.

Die Kosten wurden mit 5,5 Mio. € berechnet. Ein Antrag auf Förderung von Maßnahmen zur Gewässerentwicklung und zum Hochwasserschutz wurde bereits beim Land Hessen gestellt. Ein Baubeginn könne bei einem reibungslosen Verlauf nicht vor 2021 stattfinden. Anwesende Anwohner hörten interessiert zu und Richard Schmidt vom BUND meinte, „ich bin grundsätzlich für diese Maßnahmen und freue mich darauf, wenn endlich alle Wasserhindernisse abgebaut oder zurückgebaut sind“. mk

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