21. Januar 2019

„Wir stellen Poller auf“

Neujahrsempfang des Ortsbeirats 6 – Sitzungen dauerten 30 Stunden

Ortsbeiratsvorsitzende Susanne Serke sprach vor rund 300 Gästen in der Aula der IGS West. Foto: Schlosser

„Was macht ein Ortsbeirat?“ Mit dieser Frage und der süffisanten Antwort „Wir stellen Poller auf“ eröffnete Susanne Serke (CDU), die Vorsitzende des Ortsbeirats 6 am vergangenen Freitag ihre Rede beim Neujahrsempfang des Gremiums in der Aula der IGS West.

Mit ihrem Beispiel wollte die Sossenheimerin klarstellen, dass der Ortsbeirat das politische Gremium ist, das sich um die alltäglichen Probleme der Bürger kümmert. „Wir wissen, wo der Schuh drückt, und daher sollte die Stadt mehr auf die Ortsbeiräte hören“, schrieb sie Oberbürgermeister Peter Feldmann ins Stammbuch, der ebenfalls nach Höchst gekommen war.
Die Bilanz des Ortsbeirats 6 – der der größte in ganz Frankfurt ist – für das Jahr 2018 kann sich sehen lassen. In zehn Sitzungen tagten die Kommunalpolitiker insgesamt 30 Stunden lang und behandelten 574 Tagesordnungspunkte. Laut Susanne Serke gibt es aber auch 2019 genug zu tun, da für manche Themen nach wie vor keine Lösung in Sicht sei. Als Beispiele nannte sie die Westumgehung von Unterliederbach, das Verkehrskonzept für die Höchster Altstadt und den Neubau der Paul-Ehrlich-Schule.
Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) dankte in seinem Grußwort nochmals der Bürgervereinigung Höchster Altstadt, mit deren Hilfe eine neue Glocke für den Glockenturm des Bolongaropalastes gegossen werden konnte. „Was für ein großartiges ehrenamtliches Engagement“, würdigte er die Initiative während seiner Ansprache.
Aber auch die Aktivitäten der Vereine im Frankfurter Westen lobte der Rathaus-Chef ausdrücklich und nannte als Beispiele die 800-Jahr-Feiern in Sossenheim und Nied. „All diese und alle anderen Feste sind nur denkbar dank Ihres stark ausgeprägten Bürgerengagements“, wandte sich der Oberbürgermeister an die rund 300 Gäste des Neujahrsempfangs.
Peter Feldmann zog nochmals Bilanz: Insgesamt seien 2018 mehr als 106 Millionen Euro in die westlichen Quartiere geflossen. Dabei standen der Wohnungsbau, die Verbesserung der Lebensqualität und die Entwicklung der Wirtschaftsstruktur im Vordergrund. Nied und Sossenheim seien in das Förderprogramm „Soziale Stadt“ des Bundes aufgenommen worden. Nicht zu vergessen seien auch die aufwendigen Bauarbeiten an der Spundwand des Höchster Mainufers sowie die Rettung der Höchster Porzellanmanufaktur.
Schließlich gilt es laut Peter Feldmann, in diesem Jahr auch im Frankfurter Westen viele ambitionierte Projekte voranzutreiben: Den Neubau des Höchster Klinikums, die Sanierung des Bolongaropalastes und des Höchster Bahnhofs, den Neubau der FES-Betriebshöfe sowie die Neubauten der Ludwig-Weber- und der Henri-Dunant-Schule.
Den unterhaltsamen Teil des Abends bestritt Mundartdichter Rainer Weisbecker mit einem launischen Rundgang durch die westlichen Stadtteile, in den er seine persönlichen Erinnerungen an die jeweiligen Orte packte. MS/red

 

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