7. September 2018

Alles rechtens

Sossenheimer Spitzen

von Mathias Schlosser

Keine Frage: Es ist immer unangenehm, wenn ein Brief vom Vermieter kommt und eine Mieterhöhung angekündigt wird. Im aufgeheizten Immobilienmarkt des Rhein-Main-Gebiets kommt da schnell der Verdacht auf, dass irgendein Immobilien-Hai die Gunst der Stunde nutzen will, um auf Kosten seiner Mieter Kasse zu machen.
Sicher gibt es in Frankfurt unzählige Beispiele dafür. Eine öffentliche Wohnungsbaugesellschaft wie die GWH zählt allerdings nicht dazu. Sie kann es sich nicht leisten, gegen Recht und Gesetz zu verstoßen und wird sich bei Mieterhöhungen immer an die strengen Regeln halten, die der Gesetzgeber dafür vorsieht. Daher dürften die meisten Mieterhöhungen, die vielen Sossenheimern in den vergangenen Wochen ins Haus geflattert sind, tatsächlich rechtens sein. Überprüfen sollte das jeder trotzdem, denn Fehler sind natürlich auch bei der GWH immer möglich.
Ein generelles Recht auf billige Wohnungen gibt es dagegen nicht und eine Verpflichtung von staatseigenen Immobilienfirmen zu Mieten unter dem Marktpreis auch nicht. Das fordern nur Populisten, denn eine Bevorzugung zum Beispiel der GWH-Mieter wäre ungerecht gegenüber allen anderen und es wäre eine Verschwendung von staatlichem Vermögen zu Gunsten weniger.

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2 Gedanken zu „Alles rechtens

  1. Selbstverständlich haben Sie mit Ihrem Kommentar vollkommen Recht.Daß in den Ballungszentren Wohnraum sehr knapp und teuer ist dürfte auch jedem klar sein. Man kann nur annehmen daß die ganze Angelegenheit Wahlkampf ist. Um Mieterhöhungen werden wir mittelfristig wohl nicht herumkommen

  2. Ihr Kommentar ist vollkommen realistisch. Zusätzlich müßte darauf geachtet werden, daß das Thema nicht zu Wahlkampfzwecken mißbraucht wird. Wenn das nicht geschehen wird, verschwindet das Thema nach der Landtagswahl in der Versenkung

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