27. August 2018

Rapunzel als Laternenspiel

Nächtliche Märchen-Wanderung durch die stockdunklen Sulzbachwiesen

Die Kinder lauschen angespannt was der „Alte Mann“ erzählt. Fotos: Krüger

Am vergangenen Samstag hatte der Kultur- und Förderkreis Frankfurt Sossenheim, kurz Kufö, Kinder und Erwachsene in die Sulzbachwiesen eingeladen. Auf dem Programm stand das Laternenspiel „Rapunzel“. Ein Märchen-Wander-Theater von und mit Kurt Spielmann.

Zahlreiche Erwachsene und rd. 20 Kinder folgten dieser Einladung und trafen sich am Spielplatz der „Sulzbachwiesen“. Noch war es hell und so ging die Wanderung zum ersten Punkt des „Laternenspiels“ los. Hier saß auf seinem „Thron“ ein in weinrot gekleideter Kapuzen-Mann und spielte auf seiner Gitarre.

„Mein Name ist Mensch“, stellte sich ein „Alter Mann“ vor, gespielt von dem bekannten Schauspieler Kurt Spielmann. „Ich will euch die Geschichte von meiner Frau erzählen, von der werdenden Mutter, sie war in ‚Guter Hoffnung‘ und aß leidenschaftlich gerne den Rapunzel“. Rapunzel ist eine Salatsorte, erklärte der „Alte Mann“. Und Franziska, so der Name der Frau, drohte sogar, „wenn ich keinen Rapunzel bekomme, sterbe ich“. Und so ging man weiter von Station zu Station.

Nächtliche Wanderung mit Laterne und Taschenlampe.

Eine Zauberin half zu einem teuren Preis, sie wollte das Kind für sich nehmen. So geschah es, erzählt die Geschichte weiter, das Mädchen bekam den Namen „Rapunzel“ und wurde von der bösen Zauberin in einen Turm gesperrt, „weil es so schön war“. Inzwischen war es in den Sulzbachwiesen stockdunkel, die Kinder leuchteten mit Laternen und Taschenlampen den Weg und lauschten dem „Erzähler“ weiter.

Die einzige Möglichkeit zur Versorgung ist, dass Rapunzel auf Zuruf ihr langes Haar vom Dachfenster herunterlässt, sodass die Zauberin daran hinaufklettern und sie mit Nahrung versorgen kann. Auch ein Königssohn, angezogen von Rapunzels schönem Gesang, wird aufmerksam und imitiert die Rufformel der Zauberin: „Rapunzel, Rapunzel, lass mir dein Haar herunter“. Er zieht sich zu dem schönen Mädchen hinauf und gewinnt mit der Zeit dessen Liebe. Als Rapunzel sich einmal gegenüber der Zauberin verplappert, schneidet diese ihr das Haar ab und verbannt sie in eine Wüstenei.

Sodann versteckt sich die Zauberin im Turm, wartet auf den Königssohn und lässt ihn an Rapunzels Zopf zu sich heraufklettern. Sie erschreckt ihn so, dass er in seiner Verzweiflung vom Turm springt, sich in einem Dornengestrüpp die Augen verletzt und erblindet. Wehklagend irrt er nun durch die Welt, bis er durch Zufall Rapunzel an seinem Gesang wiedererkennt. Er wird von seiner Erblindung geheilt, als Rapunzels Tränen in seine Augen gelangen. Und so führt er Rapunzel glücklich heim in sein Königreich. Das Ganze endet also „wie im Märchen“, wunderbar gespielt und erzähl von Kurt Spielmann. Mit dem Lied, „Mein Name ist Mensch“ verabschiedete sich der „Alte Mann“ und bekommt viel Applaus von Klein und Groß.

Die nächste Veranstaltung des Kufö ist am 4. September, 20:00 Uhr im Volkshaus, mit Travestiekünstler Thomas Bäppler-Wolf als „Bäppi La Belle“. Tickets für 18,- bzw. 16,- Euro gibt es im Vorverkauf in der Feldberg-, Eulen- und Westerbach-Apotheke oder auch bei Schuh-Henrich sowie an der Abendkasse und unter www.kufö.de. mk

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.