8. August 2018

Neues Schuljahr – neuer Schulname

SPD begrüßt Umbenennung der Eduard-Spranger-Schule in Edith-Stein-Schule

„Die SPD Sossenheim freut sich, dass die Umbenennung der Eduard-Spranger-Schule in Edith-Stein-Schule vollzogen wurde“, Roger Podstatny, Vorsitzender der SPD Sossenheim.

Die Sossenheimer SPD habe bereits seit mehr als zehn Jahren in Gesprächen mit der Schulleitung versucht auf eine Umbenennung hinzuwirken. Die SPD im Ortsbeirat habe dies 2017 mit einem Namensvorschlag aufgegriffen.
Mit Bekanntwerden Eduard Sprangers Rolle im dritten Reich war er als Namensgeber für die Schule umstritten. Schon 1934 schrieb Eduard Spranger: „Der Herrenmensch kann, nach einem ewigen Lebensgesetz, nur erzogen werden am Gehorchen und Dienen.“ Pädagogisches Ziel war das Heranzüchten eines „Charakters des Kriegers“, der sich für den Staat zu opfern weiß. Selbst nach dem Ende der Diktatur zeigte Eduard Spranger wenig Reue und sprach nur von Flecken, die seine Biografie abbekommen habe.
„Diese Zitate zeigen, dass eine Neubenennung der Schule längst überfällig war. Es ist in keiner Weise nachvollziehbar, dass ein Mensch mit solchen, der Naziideologie folgenden, Ansichten und brauner Vergangenheit mehr als 70 Jahre nach dem Sieg über den Faschismus als Vorbild und Namensgeber für eine Schule hochgehalten wurde. Mit dem Namen Edith Stein hat die Schule eine sehr gute Wahl getroffen“, meint der SPD-Vorsitzende.
Edith Stein, deren Ordensname Teresia Benedicta vom Kreuz, war eine deutsche Philosophin und Frauenrechtlerin jüdischer Herkunft, die 1922 durch die Taufe in die katholische Kirche aufgenommen und 1933 unbeschuhte Karmelitin wurde. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde sie „als Jüdin und Christin“ zum Opfer des Holocaust. Sie wird in der katholischen Kirche als Heilige und Märtyrin der Kirche verehrt. red

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