20. Juli 2018

Georg Diehl gestorben

Der Landwirt und Politiker hinterlässt eine große Lücke

Dem Frankfurt Gold Cup beim Polo gehörte Georg Diehls (links) große Leidenschaft. Foto: Archiv Mingram

Fassungslos bis bestürzt waren die Reaktionen der Bürger im Frankfurter Westen, als sie die Nachricht vom Tod des allseits bekannten Landwirts Georg Diehl erfuhren. Am Dienstagabend 17. Juli wurde er in seiner Wohnung gefunden. Die Lücke, die er hinterlässt, ist groß, denn er war vielseitig und weltweit aktiv.

„Ich bin Bauer!“ Mit diesem Statement begründete Georg Diehl häufig sein Engagement für Natur und Landwirtschaft im Ortsbeirat 6, wo er 1995 zum Ortsvorsteher ernannt wurde. Seine politischen Ambitionen ließen ihn in der CDU, in der FDP und als parteiloses Mitglied wirken. Unangenehme Wahrheiten auszusprechen war nie ein Problem für den Betreiber des Georgshofes in Nied.
Seine Stimme hatte auch in den ortsansässigen Vereinen stets Gewicht, zumal die Wurzeln der Familie Diehl in Nied mehr als 900 Jahre zurückreichen. Als gelernter Agrarwissenschaftler gab er sein Wissen in zahlreichen Ländern der Erde weiter, doch sein Herz schlug für den Frankfurter Westen. Der Georgshof war „Heimatstall“ für viele Reitpferde und der Polosport galt als Diehls erklärtes Steckenpferd.
Mit seinen Vierbeinern bereicherte Georg Diehl manches Fest der Umgebung und tat auch sonst einiges dafür, dass sein Besitz auch den Menschen der Umgebung zugute kam. Für die Bedürfnisse der Vereine hatte der vielseitige Frankfurter stets ein offenes Ohr und einen ebensolchen Geldbeutel, wenn es um Sponsoring einer guten Sache ging. Georg Diehl wird an allen Ecken und Enden fehlen, denn er war auch menschlich gesehen einer der Großen. mi

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