4. Dezember 2017

70 Jahre Volkshausverein

Der Gründungsversammlung von 1947 mit einer akademischen Feier gedacht

Brigitte Stark-Matthäi und Peter Donath trugen zur Musik Liedtexte von Bert Brecht vor. Foto: Krüger

Im Jahr 1947 gründete sich der Verein auf Initiative des Sozialdemokraten Wilhelm Beckel, um das zu diesem Zeitpunkt desolate, beschädigte und von Faschisten geplünderte Volkshaus zu retten. Die Gründungsversammlung fand am 29. November 1947 statt. Aus drei Vereinen ging damals der „Volkshausverein Frankfurt-Sossenheim e.V.“ hervor.

Genau wie schon 1924 beim Bau des Volkshauses, nahmen auch zur Restaurierung des Gebäudes die Vereinsmitglieder private Baudarlehen auf, um das Vorhaben zu finanzieren, so dass das Volkshaus am 17. September 1956 den Sossenheimer Bürgern wieder zur Nutzung übergeben werden konnte. Mit einer akademischen Feier würdigte und feierte der Volkshausverein am 29. November 2017 sein 70-jähriges Bestehen.

Der Vorsitzende des Vereins, Roger Podstatny, begrüßte die „Ehrengäste“ und sagte, „Erstens begrüße ich unsere Vereinsmitglieder!“ Sodann begrüßte er Vertreter von Vereinen, Institutionen, Kirche und Politik, „und ganz besonders unsere Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt, Frau Dr. Ina Hartwig“. Zum Auftakt spielte das „EMOZIONE BRASS QUINTETT“ dem feierlichen Rahmen entsprechend angepasste Musik. Im Zusammenwirken mit der Musik trugen Brigitte Stark-Matthäi und Peter Donath Liedtexte von Bert Brecht vor.

Die Festrede hielt Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig. Sie begann mit den Worten: „Vorwärtsgehen und nicht zu vergessen, das muss transferiert werden in die Zukunft!“ Sie ließ die Zeit seit der Gründung durch Wilhelm Beckel Revue passieren und auch, was letztlich zum Zusammenschluss geführt hat, „nach wechselnder Zeitgeschichte“ und bezog auch den „Äbbelwoikrieg“ mit ein. Sie lobte Sossenheim und die „Sossenheimer“, „man redet miteinander, das finde ich ganz toll“. „Das Volkshaus ist ein Grundwert unserer Gesellschaft und das muss erhalten werden“ und sie sagte abschließend, „ich gratuliere den Mitgliedern und allen Verantwortlichen aufs Herzlichste und freue mich, dass ich mit ihnen feiern durfte“. Es gab herzlichen Applaus.

Roger Podstatny bedankte sich abschließend bei Dr. Ina Hartwig für ihre Worte zum Festakt und wies auf die Freiheitsfahne von 1848 hin: „Sie ist für mich gerade auch in der Weihnachtszeit ein Symbol für Frieden und Freiheit und ist heute als Leihgabe des Volkshausvereins im ‚Historischen Museum‘ ausgestellt“. Mit Musik des „EMOZIONE BRASS QUINTETT“ klang die Feier aus. mk

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