Die Stadtpolizei Frankfurt richtet ihr Einsatzkonzept rund um die Wache West in Höchst neu aus. Künftig wird mehr Personal im Außendienst eingesetzt, um die sichtbare Präsenz im Stadtteil zu erhöhen und schneller auf Entwicklungen und Störungen im öffentlichen Raum reagieren zu können.
„Wir verlagern Ressourcen dorthin, wo sie den größten sichtbaren Effekt für Sicherheit und Ordnung haben, nämlich auf die Straße. Die direkte Ansprechbarkeit vor Ort ist für viele Bürgerinnen und Bürger ein wichtiger Bestandteil des Sicherheitsgefühls. Dem kommen wir mir der Anpassung unserer Einsatzstrategie nach“, sagt Ordnungsamtsleiter Holger Habich. Durch zusätzliche Streifen sollen Probleme frühzeitig erkannt und erforderliche Maßnahmen unmittelbar eingeleitet werden.
Die Zahlen zeigen, dass die Wache West bislang vergleichsweise selten für persönliche Bürgeranliegen aufgesucht wird: 2025 wurden insgesamt 1228 Bürgeranfragen registriert, also durchschnittlich rund drei bis vier pro Tag. Im laufenden Jahr 2026 wurden bis zum Juli 408 Anfragen verzeichnet.
Gleichzeitig wurden von der Wache West aus im Jahr 2025 rund 3000 Streifenstunden im Außendienst geleistet. Diese Präsenz soll mit dem neuen Einsatzmodell signifikant ausgeweitet werden.
Habich betont: „Die Neuausrichtung bedeutet ausdrücklich keine Reduzierung des Engagements der Stadtpolizei im Frankfurter Westen. Vielmehr werden vorhandene Ressourcen vom stationären Dienst stärker in den Außendienst verlagert. Ziel ist es, die Stadtpolizei dort sichtbar und ansprechbar zu machen, wo sie unmittelbar für Sicherheit und Ordnung sorgen kann.“
Um die zusätzliche Präsenz im öffentlichen Raum zu ermöglichen, werden zugleich die bisherigen Öffnungszeiten der Wache West angepasst. Die Wache in der Albanusstraße ist künftig montags bis freitags jeweils 2,5 Stunden geöffnet. Die Zeiten sind bewusst so gelegt, dass sowohl vormittags als auch am späten Nachmittag persönliche Vorsprachen möglich sind.
Mit der Neuausrichtung setzt die Stadtpolizei auf ein klares Prinzip: mehr Präsenz im öffentlichen Raum, mehr direkte Ansprechbarkeit auf der Straße und eine gezieltere Nutzung der vorhandenen Ressourcen für die Sicherheit im Frankfurter Westen. red