Welche Pflanzen wachsen in Sossenheim? Wo finden sie ihren Platz im Stadtraum? Und was können Pflanzen über unseren Lebensraum erzählen? Mit diesen und weiteren Fragen haben sich elf Jugendliche aus Sossenheim in einem sechsteiligen künstlerischen Atelierprojekt auseinandergesetzt. Die entstandenen Fotografien und Zeichnungen werden am Donnerstag, 1. Oktober, von 18 bis 20 Uhr im Atelier „EISundRAUM“ am Sossenheimer Kirchberg präsentiert.
Für die Demokratie-Aktion kooperierte der Verein JugendBildung mit der Jugendarbeit des Evangelischen Kirchwerks der Regenbogengemeinde. An sechs Terminen trafen sich die Jugendlichen im Atelier „EISundRAUM“ zum künstlerischen Erkunden, Experimentieren und Arbeiten. Begleitet wurden sie von der interdisziplinär arbeitenden Künstlerin Haike Rausch von „431art“.
Die Jugendlichen gingen mit der Kamera auf Entdeckungstour durch Sossenheim, beobachteten Pflanzen im Stadtraum und hielten ihre Entdeckungen künstlerisch fest. Im Atelier wurden die Beobachtungen weiterbearbeitet und in Zeichnungen übersetzt. Dabei entstand eine persönliche Auseinandersetzung mit Pflanzen, Stadt und Lebensraum.
Ausgangspunkt waren Pflanzen. Im Verlauf der künstlerischen Arbeit öffnete sich der Blick jedoch auf größere Fragen: Wie nehmen wir unseren Stadtteil wahr? Was gehört zu unserem Lebensraum? Wie verändern sich Städte durch Klima und Umwelt? Und welche Rolle spielen wir selbst darin? Die entstandenen Fotografien und Zeichnungen zeigen Sossenheim aus einem besonderen Blickwinkel.
Vertraute Orte und scheinbar unscheinbare Pflanzen werden zu Ausgangspunkten für Beobachtungen, Fragen und eigene künstlerische Perspektiven. Mit 431art, setzt sich die Künstlerin Haike Rausch sich gemeinsam mit Thorsten Grosch mit ihrer künstlerischen Utopie „botanoadopt“ und der „Pflanzenklappe“ seit 2009 für die Rechte von Pflanzen ein.
„Sossenheims urbane Pflanzenwelt“ ist eine der fünf Demokratie-Aktionen des Projekts „KunstRaum erforscht! Demokratie-Aktionen“ von JugendBildung. Das Projekt eröffnet Kindern und Jugendlichen Räume, in denen sie eigene Themen künstlerisch erforschen, ihre Perspektiven entwickeln und öffentlich sichtbar machen können.
Die Demokratie-Aktionen werden vom Amt für Multikulturelle Angelegenheiten der Stadt Frankfurt, der Leberecht Stiftung, sowie von weiteren Förderern unterstützt. red