10. Juli 2026

Abschied vom Porzellan Museum

Nach 32 Jahren Umzug vom Kronberger Haus in den Bolongaropalast

Kaffeeservice mit Entwurfzeichnung von Hubert Weitzer, Höchster Porzellan mit Aquarell von 1948. Foto: Dettmar

Seit Ende Juni sind die Türen des Porzellan Museums Frankfurt geschlossen. 32 Jahre lang beherbergte das Kronberger Haus in der Bolongarostraße 159 in Höchst das Porzellan Museum mit fast 2000 Exponaten. Die umfangreichste öffentliche Sammlung an Höchster Fayencen und Porzellanen im deutschsprachigen Raum wird ab 2027 wenige hundert Meter entfernt im Bolongaropalast zu sehen sein.

Das Kronberger Haus wurde im 16. Jahrhundert im Stil der Spätrenaissance erbaut. Für die damaligen Verhältnisse sehr fortschrittlich ausgestattet, wandelte das Haus über die Jahrhunderte seine Funktionen vom Stadthaus einer Adelsfamilie über eine Druckwerkstatt bis hin zu einer Tabakfabrik. Später diente es unter anderem als Rathaus, Schule und Bibliothek. Das Konzept für das 1994 eröffnete neue Porzellanmuseum hatte die kürzlich in den Ruhestand gegangene Kunsthistorikerin Patricia Stahl, Kuratorin für Keramik, Glas, edle und unedle Metalle im Historischen Museum, entwickelt.
Einige Exponate der Porzellansammlung sind aktuell im Stadtlabor „Höchst erzählt! Über das Museum im Bolongaropalast“ bis 28. Februar 2027 im Historischen Museum Frankfurt zu besichtigen. Sie geben einen ersten Einblick in die künftige Ausstellung Höchster Porzellane und Fayencen. Im Bolongaropalast, der im Sommer 2027 eröffnet, wird das Höchster Porzellan mit neuem Ausstellungskonzept, mit multimedialen Vermittlungsstationen und vielfältigen Mitmach-Angeboten neu inszeniert. Besonderer Schwerpunkt des neuen Standorts liegt auf die gemeinschaftliche Entwicklung von Ausstellungen in partizipativer Museumsarbeit zusammen mit der Stadtgesellschaft des Frankfurter Westens und in Kooperation mit kulturellen Institutionen im Palast selbst.
Auskunft gibt der Besucherservice des Historischen Museums per E-Mail an besucherservice@historisches-museum-frankfurt.de oder montags bis freitags von 10 bis 16 Uhr auch unter der Telefonnummer 069/212-35154. red

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert