Die Evangelische Kirche Sossenheim verwandelte sich am vergangenen Samstag, 30. Mai, erneut in eine lebendige Bühne für Musik, Wortbeiträge und kreative Darbietungen. Im „Kirchwerk“ galt erneut das bewährte Motto: „Alles ist erlaubt“ – und genau diese Offenheit machte den besonderen Reiz des Abends aus. Vor gut gefüllten Bänken präsentierten Laienkünstlerinnen und -künstler sowie Musikbegeisterte aus Sossenheim und darüber hinaus ein abwechslungsreiches Programm, das das Publikum gleichermaßen unterhielt, berührte und zum Mitmachen einlud.
Den Auftakt gestalteten Bela Weber am Saxophon und Wolfgang Bay an der Gitarre. Mit stimmungsvollen Jazzklassikern wie „My Funny Valentine“, „Blue Bossa“ und „Sunny“ schufen sie eine entspannte Atmosphäre und stimmten die Gäste auf einen abwechslungsreichen Abend ein.

Bela Weber, Saxophon und Wolfgang Bay, Gitarre.
Im Anschluss begeisterte Philipp Ruess mit seiner einfühlsamen Interpretation von „Adam im Paradies“. Danach regte Thomas Ohly mit einer frei vorgetragenen Rede zum Nachdenken an und setzte einen ruhigen, besinnlichen Akzent im Programm. Den musikalischen Faden nahm anschließend Thomas Ullrich auf. Mit Liedern des bekannten Liedermachers Gundermann sowie einer eigenen Komposition überzeugte er durch seine authentische und gefühlvolle Darbietung.

Als Solist Thomas Ullrich.
Für den ersten gemeinsamen Gesangsteil sorgte das Vokalensemble um Eva von der Born-Vallier, Michaela Ohly, Lars Kunze und Matthias Jäger. Mit ausgewählten mehrstimmigen A-cappella-Stücken zeigten die Sängerinnen und Sänger eindrucksvoll die Vielfalt vokaler Musik.
Nach der Pause wurde es deutlich schwungvoller: Bianka Kunze, Petra Weber, Uta Nicolaisen und Berit Weber brachten mit ihren Tanzdarbietungen die Kirche zum Beben. Zu Titeln wie „Africa“, „Wellerman“ und „Fireball“ sorgten sie für Begeisterung und bewegten nicht nur sich selbst, sondern auch viele Zuschauerinnen und Zuschauer. Einen reizvollen Kontrast dazu setzte anschließend ein neu gegründetes, noch namenloses Ensemble. Mit Harfe, Violine, Tuba, Gitarre und mehrstimmigem Gesang spielte die Folk Band Musik zwischen Orient und Okzident, die das Publikum in seinen Bann zog.

Die „Tanzmädels“: Bianka Kunze, Petra Weber, Berit Weber und Uta Nicolaisen, rechts.
Ein weiterer Höhepunkt des Abends war die humorvolle und zugleich nachdenkliche Interpretation von Jesus auf dem Kreuzweg, dargeboten von Philipp Ruess und Lars Kunze. Mit feinem Gespür für Zwischentöne gelang es ihnen, ernste Themen auf unterhaltsame Weise zu vermitteln. Den stimmungsvollen Abschluss gestaltete Tim Pohl mit seiner Gitarre. Spätestens bei „Englishman in New York“ und weiteren bekannten Liedern sangen zahlreiche Gäste begeistert mit und machten den Ausklang zu einem gemeinsamen Erlebnis.
Wer danach noch nicht genug hatte, konnte den Abend beim offenen Karaoke in geselliger Runde fortsetzen. An der Bar sorgten zudem Bianca, Annett, Eva, Lars, Philipp und Steff für das leibliche Wohl der Gäste. Für den guten Ton sorgte zum wiederholten Mal unser Techniker Manuel. Die Organisatoren Stefan Strasser und Lars Kunze sowie das Publikum zogen am Ende ein rundum positives Fazit. Der Open-Stage-Abend zeigte einmal mehr, wie viel Kreativität, musikalisches Talent und Gemeinschaftsgeist in Sossenheim und der Region zu finden sind.
Die nächste Open Stage findet am 29. August um 19 Uhr im Kirchwerk der Evangelischen Kirche Sossenheim statt. Künstlerinnen und Künstler aller Genres sind herzlich eingeladen, die Bühne zu nutzen und Teil eines besonderen Abends zu werden. Das Publikum darf sich schon jetzt auf ein vielfältiges und überraschendes Programm freuen. mk