Wie jedes Jahr machte sich eine Jugendgruppe der Tischtennis-Abteilung der SG Sossenheim mit ihren Eltern am gestrigen Fronleichnam-Donnerstag auf zu einer Exkursion in die Natur. Diesmal stand der Ausflug in die Wetterau unter dem Motto „Was lebt in Teichen und Bächen?“.
Start war in der NABU-Umweltwerkstatt in Assenheim. Dort bekam die zehnköpfige Gruppe von Ökologe Frank Uwe Pfuhl in einem Vortrag ein paar grundlegende Einblicke in die Thematik an Hand von Beispielen aus der Wetterau und dem Taunus. Anschließend ging es zum „Haus an den Salzwiesen“, dem beeindruckenden Domizil der NABU-Ortsgruppe Ortenberg. Dort ist ein Lehrgelände mit Schafen, „bewohntem“ Storchenhorst, kleinem Teich und vielem mehr an der Nidder gelegen aus einem Fußallplatz entstanden.
Nach der intensiven Theorie in Assenheim sollte nun der praktische Teil folgen. Die Gruppe aus Sossenheim machte sich auf, als kleine Forscher die Natur entlang der Nidder Richtung Ortenberg zum „Freizeitteich“ und wieder zurück zu entdecken. Mit Auge und Fotoapparat wurde das Team gesucht, dass die meisten Tiere entdecken und fotografieren konnte.
Eine zweite Challenge bestand darin, in mitgebrachten Obst- und Wurstgläsern sich Mini-Aquarien mit Tieren und Wasserpflanzen aus dem Teich oder dem vorbeifließenden Fluß anzulegen. Was schwimmt und kriecht denn da? Um dieser Frage möglichst bis ins kleinste Detail nachzugehen, durften sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch am Mikroskopieren versuchen. Spannende unerwartete Details kamen zum Vorschein.
Aber auch im Makrobreich, nur mit den eigenen Augen bewaffnet, konnten Kinder, Eltern sowie Betreuerinnen und Betreuer viel Faszinierendes beobachten: Ein Stichling-Männchen im prachtvoll leuchtend roten Hochzeitskleid, einen kleinen Flußkrebs, jede Menge Wasserasseln, Stichlingsbrut vom Vorjahr, mehrere Baby-Grundeln und vieles mehr. Auch wer sich zu Beginn noch zurückgehalten hatte, wurde im Verlaufe des Nachmittags von der Neugier gepackt. Mit dem Kescher in der Hand barfuß oder in Gummistiefeln waren alle mit Feuereifer im Dauereinsatz.
Die Natur stundenlang erkunden und entlang und durch die Nidder stapfen macht hungrig. Doch auch für dieses elementare Problem hatte Tourorganisator Markus Reiter, im normalen Vereinsleben als A-Trainer bekannt, mit zwei großen Familienpizzen eine probate Lösung parat.
Mit Blitz, Donner und Gewittersturm verabschiedete sich der Tag. Es wurde Zeit, mit vielen spannenden und faszinierenden Erlebnissen im Gepäck wieder nach Frankfurt aufzubrechen. Inspiriert durch die leuchtenden Kinderaugen sammelte die frisch-gewählte Jugendwartin, Victoria Henrichs, auf dem Rückweg schon neue Ideen für die Exkursion in 2027. red