19. November 2023

Gedenkfeier auf dem Sossenheimer Friedhof

Mahnung zum Volkstrauertag: „Kriege beginnen im Kopf und nicht auf dem Schlachtfeld“

Gemeinsam nach der Kranzniederlegung mit den Fahnenträgern am Ehrenmal. Foto: Krüger

Gemeinsam veranstalteten der Vereinsring Frankfurt-Sossenheim und der VdK-Ortsverband Sossenheim die diesjährige Gedenkfeier am Ehrenmal auf dem Friedhof an der Siegener Straße. Die musikalische Einstimmung gestaltete der Orchesterverein Schwanheim. Der Vorsitzende des Vereinsrings, Franz Kissel, begrüßte die Anwesenden, die Kreisvorsitzende des VdK, Hannelore Schüssler, sowie Vertreter von Kirchen und Vereinen von Sossenheim, die mit einer Abordnung von Fahnenträgern teilnahmen.

In seiner Begrüßungsrede sagte Franz Kissel: „Heute ist ein Tag des Innehaltens. Wir gedenken den Opfern von Kriegen und Gewaltherrschaft. Der Volkstrauertag ist auch ein Tag, an dem wir überlegen, was jeder Einzelne von uns gegen Gewalt, Streit und auch gegen Kriege machen kann. Sind wir wirklich machtlos?“ Und weiter sagte Franz Kissel, „wir alle können dafür sorgen, dass sich mögliche Gedankenspiele zum Thema Gewalt nicht ausbreiten. Mit Toleranz, menschlicher Nächstenliebe und Mut können wir dazu beitragen, Kriege und Gewalt zu verhindern“.

Hannelore Schüssler, ging in ihrer Ansprache auf aktuelle Themen ein, blickte aber auch zurück. Der VdK vertrete sozialpolitische Interessen von inzwischen 2 Mio. Mitgliedern und habe insbesondere nach dem 2. Weltkrieg für viele Menschen erste Anlaufstation sein können und sie über ihre Rechte informieren und behilflich sein können. „Die Menschen im heutigen Deutschland können glücklich sein, dass sie seit über 78 Jahren keinen Krieg mehr erleben mussten“. Das müsse man bewahren und auch über Grenzen hinaus für soziale Gerechtigkeit eintreten.

Das Gebet sprach Pfarrer Ulrich Vorländer von der ev. Kirche in Sindlingen. In seiner Ansprache rückte er Käthe Kollwitz in den Mittelpunkt. Sie habe im 1. Weltkrieg ihren Sohn Peter verloren und im 2. Weltkrieg einen Enkel. Auch er trug den Namen Peter. Das habe die engagierte Künstlerin mitentscheidend geprägt und sei für sie stets Anlass gewesen, zu Mahnen und auf die Schrecklichkeit von Kriegen und Gewaltherrschaft hinzuweisen.

Die Kranzniederlegung erfolgte durch Hannelore Schüssler, VdK und Franz Kissel, Vereinsring. Foto: Krüger

Nach dem Lied „Ich hatte einen Kameraden“ folgte die Kranzniederlegung durch Hannelore Schüssler und Franz Kissel. Gemeinsam betete man das „Vater unser“. Franz Kissel bedankte sich nochmals beim Orchesterverein Schwanheim, bei Hannelore Schüssler und Pfarrer Ulrich Vorländer sowie bei den Fahnenträgern und bei allen Anwesenden. Er wünschte einen guten Nachhauseweg. Zum Abschluss erklang das Lied: „Über den Sternen“ mk

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