30. April 2021

Neuer Chefarzt der Klinik für Augenheilkunde

Prof. Dr. Urs Voßmerbäumer ist ein Netzhaut-Spezialist mit internationaler Ausbildung

Prof. Dr. med. Urs Voßmerbäumer freut sich auf seine Aufgaben als Chefarzt der Klinik für Augenheilkunde am Klinikum Frankfurt Höchst. Foto: Klinikum Höchst

Neuer Chefarzt der Klinik für Augenheilkunde am Klinikum Frankfurt Höchst ist seit Ende April Prof. Dr. med. Urs Voßmerbäumer, bisher Geschäftsführender Oberarzt der Universitäts-Augenklinik Mainz. Er tritt die Nachfolge von Prof. Dr. med. Claus Eckardt an, der kürzlich in den Ruhestand eingetreten ist.

Als Netzhautchirurg mit internationaler Ausbildung ist Urs Voßmerbäumer weit über die Region hinaus ein gefragter Experte, wenn es um die komplexe Linsen- und Glaskörperchirurgie gilt. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit ist die rekonstruktive Chirurgie innerhalb des Auges beispielsweise nach schweren Traumata, großen Voroperationen und lange zurückliegenden Eingriffen mit Spätfolgen. Auf diesem Gebiet hat er eine ganze Reihe von wichtigen Innovationen in die Augenchirurgie eingeführt und sich immer wieder erfolgreich auf Neuland begeben. So war er zum Beispiel in Deutschland der erste zertifizierte Chirurg für Irisprothesen und federführend bei der Etablierung von Mikroimplantaten zur Glaukombehandlung. Im Bereich der intraokularen Zylinderkorrektur implantierte er beispielsweise die weltweit bisher stärkste Linse zur Korrektur eines extremen Sehfehlers.
„Wir freuen uns sehr, dass es gelungen ist, mit Urs Voßmerbäumer einen hochkarätigen Experten zu engagieren, der auch in der Rhein-Main Region bereits langjährig etabliert ist“, so Martin Menger, Vorsitzender der Geschäftsführung des Klinikums Frankfurt Höchst und der Kliniken Frankfurt-Main-Taunus.
Wissenschaftlich und klinisch gilt das Interesse des gebürtigen Würzburgers der Weiterentwicklung von Diagnostik- und Therapiemethoden in der Augenheilkunde. Er engagierte sich unter anderem bei der Einführung von Femtosekundenlasern für minimal-invasive Augenlaserkorrekturen. Mit seiner Arbeitsgruppe erforschte er die Therapie der Makuladegeneration und des Glaukoms. Ebenso leitete er große Studien zur Gesundheitsvorsorge und Gesundheitsökonomie. Urs Voßmerbäumer freut sich auf seine neuen Aufgaben und ist stolz, von seinem Vorgänger eine renommierte Klinik zu übernehmen. „Ich freue mich darauf, gemeinsam mit dem Team der Augenklinik in Höchst den bisherigen hiesigen Schwerpunkt in der Netzhautchirurgie zu vertiefen und die Expertisen in der Vorderabschnitts- und Hornhautchirurgie sowie beim Glaukom weiterzuentwickeln. Der Patient steht für mich immer im Vordergrund. Als Team setzen wir uns dafür ein, für jeden Einzelnen die optimale Lösung zu finden“, meint Urs Voßmerbäumer.
Nach dem Studium der Musik und der Medizin in Würzburg, Freiburg, London und Caen hatte er berufliche Stationen in Düsseldorf, Hannover und Mannheim. In Freiburg promovierte er 1999. In Mannheim wurde er 2009 über die Therapie der Makuladegeneration habilitiert, bevor er vor einem Jahrzehnt die Leitung der Abteilung Katarakt- und Refraktivchirurgie an der Universitäts-Augenklinik in Mainz übernahm. Dort war er als Oberarzt zudem für die komplexe Netzhautchirurgie, Glaukom- und Hornhautchirurgie tätig.
2018 wurde er an der Universität Mainz zum Professor ernannt. Seit 2018 war er Geschäftsführender Oberarzt der Mainzer Universitäts-Augenklinik. Früh in seiner Laufbahn widmete sich Urs Voßmerbäumer ebenso dem Management, absolvierte an der Universität Heidelberg einen Masterstudiengang in Healthcare Management und war in internationalen Unternehmensberatungen tätig. Er leitete bereits mehrere Fachkongresse, zuletzt als Programmverantwortlicher der internationalen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Intraokularlinsenimplantation und Refraktive Chirurgie in Mainz. red

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