15. Januar 2019

Mit Musik ins neue Jahr

Charmant erobert Gunther Emmerlich das Sossenheimer Publikum

Applaus, Blumen und kleine Präsente als Dank und Anerkennung für die Künstler. Fotos: Krüger

Erneut ist es dem Kultur- und Förderkreis Frankfurt-Sossenheim gelungen, zum Start in das neue Jahr großartige Künstler zu verpflichten. Schon kurz nach Start des Vorverkaufs Anfang 2018 waren alle 650 Tickets für das 22. Neujahrskonzert verkauft. Der Vorsitzende des Vereins, Franz Kissel, begrüßte am vergangenen Sonntag im voll besetzten Volkshaus an der Siegener Straße die Konzertbesucher, darunter auch zahlreiche Mandatsträger.

Ganz besonders bedankte sich Franz Kissel bei dem Sossenheimer Künstler Peter Kullmann für das neu gestaltete Bühnenbild. Dafür gab es den ersten großen Applaus. Sodann kündigte er den Besuchern die Musiker der Russischen Kammerphilharmonie St. Petersburg unter der Leitung von Juri Gilbo an sowie die Sopranistin Barbara Cramm, und natürlich auch den aus zahlreichen Fernsehshows bekannten Entertainer und Sänger Gunther Emmerlich. Mehr war auch von dieser Stelle aus nicht notwendig, denn Gunther Emmerlich, in Thüringen geboren und aufgewachsen, übernahm gekonnt und feinfühlig-witzig die Führung durch den musikalischen Abend. „Da träumt man ein Leben lang mal in Sossenheim aufzutreten, und heute ist es soweit“. Das ergab natürlich den ersten Lacher mit Applaus. „Ich hatte ein Angebot in Berlin aufzutreten, aber ich habe mich für Hessen entschieden, was hab ich mit den Preußen zu tun!“

Ob ein passender Trinkspruch vor einem „Trinklied“ oder eine passende Bemerkung zu seiner Figur, alles kam bestens beim Publikum an. Nur seine, mit einem „Augenzwinkern“ vorgetragenen Sprüche zum Verhältnis Mann/Frau kamen bei seiner Gesanges-Kollegin, Barbara Cramm, überhaupt nicht an. Zur Freude der Besucher, insbesondere der Frauen im Saal, hatte sie stets einen „Konter“ parat. Es wurde herzhaft gelacht im Saal.

Aber musiziert und gesungen wurde auch. Ob Lieder aus Opern, Operetten oder Musicals, vorgetragen von der Sopranistin Barbara Cramm oder dem Bass Gunther Emmerlich, oder die Orchestermusik, es war ein wunderbar zusammengestelltes Konzert. So sagte Armin Kopp in der Pause, „das Orchester ist ein wunderbarer Klangkörper und das Programm ist sehr schön und vielseitig zusammengestellt.“ Seine Gattin Brigitte Kopp fügte hinzu, „Frau Cramm hat eine tolle Stimme und beide harmonieren wunderbar“. Und Armin Kopp wollte unbedingt erwähnt wissen, „dass mich das Bühnenbild begeistert!“

Gerhard Henrich, links, schätzt Barbara Cramm und Juri Gilbo schon seit Jahren

Ein wunderbares Musikerlebnis auch im zweiten Abschnitt. Gunther Emmerlich moderierte vor der „Petersburger Schlittenfahrt“, einer der zahlreichen Höhepunkte, „gestern sind sie bei Schnee und eisigen Temperaturen in Petersburg abgereist und deshalb spielen sie das jetzt hier“. Ein weiterer Lacher also. Barbara Cramm sang aus der Operette „Giuditta“ das Lied, „Meine Lippen, sie küssen so heiß“. Es folgte aus dem Musical „Anatevka“ das Lied, „Wenn ich einmal reich wär“, von Gunther Emmerlich oft als „Tevje“ auf der Bühne gesungen bzw. gespielt. Am Ende gab es stehenden Applaus, Blumen und kleine Präsente für die Stars auf der Bühne. Und als abschließende Zugabe sang Barbara Cramm: „Hello Dolly“. mk

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