9. März 2018

Stickige Luft

Sossenheimer Spitzen

von Felix Leyendecker

Die Dieselaffäre ist uns allen immer noch im Kopf. Die sauberen Dieselautos aus heimischen Unternehmen sollen in Wahrheit Stinkediesel sein, die die Umwelt mehr belasten, als es sich Brüssel wünscht. Fahrverbote und die „blaue Plakette“ stehen nun zur Debatte. Doch Dieselverbote in Städten bringen nichts. Wie soll ein solches Fahrverbot denn durchgesetzt werden? Soll man an der Westerbachstraße in Zukunft spezielle Kameras aufbauen, die die Nummernschilder kontrollieren und jedem einen Strafzettel senden, der es wagt, ohne „blaue Plakette“ nach Sossenheim zu fahren?
Seit mehr als zehn Jahren liegen die Feinstaub- und Stickoxidwerte in den Innenstädten häufig über den Grenzwerten, aber die Thematik über die Fahrverbote kommt jetzt erst so richtig ins Rollen. Die Städte wehren sich gegen dieses Verbot, welches viele Pendler hart treffen würde. Man könne durchaus sinnvolle Alternativen schaffen, wie beispielsweise eine gut getaktete „Grüne Welle“, welche den Autofahrern ein fließendes Fahren ermöglicht oder man lässt nur noch Autos in die Innenstädte, in denen mindestens drei Leute sitzen.
Man muss jedoch deutlich sagen, dass der öffentliche Personennahverkehr für ein Fahrverbot nicht gerüstet ist und spätestens im Winter kollabieren würde. Woran die wenigsten denken, sind auch die Vorteile eines Diesels. Es mag sein, dass ein Diesel viel mehr Stickoxid in die Atmosphäre stößt als beispielsweise ein Benziner. Was jedoch erwiesen ist, ist die Tatsache, dass ein Diesel viel weniger Kohlendioxid in die Luft bläst. Mit einem Dieselfahrverbot für die Innenstädte würde sich zwar die Luft verbessern, aber dem Klima wäre damit nicht geholfen. 

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