15. November 2017

Sossenheim trifft Marokko

Ein interkultureller Abend mit marokkanischem Tee und Henna-„Tattoos“

In einer fröhlichen Runde auf dem Teppich im SOS Kinder- und Familienzentrum wurde Tee wie in Marokko getrunken. Foto: Mingram

Die Vielfalt der Menschen, die in unserem Land leben, gilt es kennen und besser verstehen zu lernen. Mit dieser Botschaft lud das SOS-Kinder- und Familienzentrum anlässlich der interkulturellen Wochen am vergangenen Freitag zu einem marokkanischen Abend ein.

Neu oder gar fremd ist Marokko den meisten Menschen hier zu Lande schon lange nicht mehr. Doch ein Zuviel an Verständigung und Austausch kann es gar nicht geben, findet die Einrichtungsleiterin Clenda Scharf. Unterstützt wird sie darin nicht nur von der Öffentlichkeitsbeauftragten des SOS Kinderdorf Frankfurt, Carolin Rademacher. Viele Helferinnen trugen dazu bei, das Familienzentrum für einen Abend in ein Stück Marokko zu verwandeln.
In Chlodwig Poths ehemaligem Wohnzimmer saßen Frauen und Mädchen bei marokkanischen Klängen in gemütlicher Runde auf dem Teppich beim Tee trinken. Die Wände waren mit Bildern marokkanischer Motive geschmückt. „Die meisten Deko-Gegenstände stammen aus marokkanischen Privathaushalten“, beschrieb Clenda Scharf das Engagement der Organisatorinnen. Die Sossenheimer Stadtteilbibliothek bot eine Ausstellung in Sachen Film und Literatur an und am marokkanischen Büffet hatten die Damen alle Hände voll zu tun, die vielen landestypischen Köstlichkeiten an die Besucher zu bringen. Am Stand der Mehndi-Malerin riss die Schlange ebenfalls kaum ab. Kleine und große Damen rissen sich geradezu um Henna-„Tattoos“, die in Marokko rituell und kulturell große Bedeutung haben. Die müden Kinder waren es, die ihre Mütter schließlich zum Aufbruch veranlassten. Sonst hätte man die gemütliche Atmosphäre durchaus noch länger genießen mögen. mi

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