4. September 2017

40 Jahre Otto-Brenner-Siedlung

Bewohner und Mieterbeirat feierten mit Freunden und prominenten Gästen ihr Sommerfest

Frau Birhane bereitete Eritreischen Kaffee für die Bewohner und den Oberbürgermeister, mit Krawatte. Fotos: Krüger

Die Vorsitzende des Mieterbeirats, Sybille Genzmehr, begrüßte auf dem diesjährigen Sommerfest der Otto-Brenner-Siedlung Mieter und Freunde sowie zahlreiche Gäste. Unter den Gästen auch Dr. Constantin Westphal, Geschäftsführer der Nassauischen Heimstätte, die Vorsitzende des Ortsbeirats 6, Susanne Serke, CDU, Ortsbeiratsmitglied Klaus Moos, SPD, der stellvertr. Vorsitzende der AWO-Frankfurt, Yilmaz Karahasan, der Sossenheimer Künstler Peter Kullmann und weitere Mandatsträger sowie der Frankfurter Oberbürgermeister, Peter Feldmann.

Sybille Genzmehr betonte in ihrer Begrüßungsrede die harmonisch Zusammenarbeit im Mieterbeirat und das gute Auskommen mit und unter den Mietern der Otto-Brenner-Siedlung, die vor 40 Jahren bezogen wurde. Damals waren die Wege noch nicht gepflastert, der Parkplatz und die Auffahrt noch nicht fertiggestellt und auch der inzwischen begrünte und mit Spielgeräten versehen Innenhof noch nicht zu benutzen. Das kam erst nach und nach dazu.

Der Mieterbeirat wurde 1993 auf Initiative von Mietern installiert, weil man mit der Situation und dem Zusammenleben in der Siedlung mit 108 Wohneinheiten nicht zufrieden war. Auch um gegenüber der NH selbstbewusster auftreten zu können. Dennoch, einige Mieter zogen auch aufgrund der „ungeliebten“ „Fehlbelegungsabgabe“ weg. Es gab seit Gründung des Mieterbeirats zahlreiche Initiativen und es wurde vieles zum Positiven verändert, wie beispielsweise der Innenraum, die Sauberkeit von Wegen und Müllplatz, Gemeinsame Feste wurden gefeiert, aber auch das Engagement mit dem Maler Peter Kullmann und dem gemeinsamen Gestalten der Eingänge in die Wege geleitet. Der „soziale Frieden“ kehrte nur langsam zurück. An den Oberbürgermeister gerichtet lobte Sybille Genzmehr die gute Arbeit des einstigen „Quartiermanagements“ unter Herbert Blass und wünschte sich, „einen Quartiersmanager für die Sossenheimer Siedlungen auf Dauer“.

OB Feldmann bedankte sich bei Sybille Genzmehr „für das was hier geleistet wird“ und das Engagement der Bewohner, des Jugendbeirats und des Mieterbeirats und sagte in Bezug auf einen mal in Betracht gezogenen Verkauf der Siedlung, „sie waren es damals, die aufgestanden sind und gesagt haben, wir lassen uns nicht verkaufen“. Und weiter sagte er, „die Frankfurter nehmen ihr Schicksal selbst in die Hand: Willkommen im Klub der stolzen Bürger Frankfurts“.

Sybille Genzmehr, links, mit Dr. Constantin Westphal, 2. von links, im Gespräch.

Der Geschäftsführer der Nassauischen Heimstätte, Dr. Constantin Westphal, erinnerte daran, dass man „anfangs dem Mieterbeirat sehr skeptisch gegenüber gestanden hat“. Das habe sich aber grundlegend geändert und die Zusammenarbeit mit dem Mieterbeirat sei inzwischen sehr gut. Er wünschte noch ein schönes Fest und an Sybille Genzmehr gerichtet sagte er, „40 Jahre wohnen sie hier, seien sie stolz drauf und bleiben sie noch 40 Jahre im Amt“.

Auch Yilmaz Karahasan, AWO- und SPD-Mitglied sowie Gewerkschafter im Ruhestand, lobte den guten Zusammenhalt in der Otto-Brenner-Siedlung und erinnerte daran, „weil die Siedlung jetzt 40 Jahre besteht“, dass der Namensgeber der Siedlung, Otto Brenner, damals mit „seiner“ IG-Metall die 40-Stunden-Woche „errungen“ hat. „Die Siedlung kann stolz auf diesen Namen sein“.

Mit dem OB an einem Tisch, Susanne Serke, 2. von rechts.

Letzte Rednerin war Susanne Serke, sie sagte abschließend: „Die gute Lebensqualität, die hier in der Siedlung geschaffen wurde, dazu hat der Mieterbeirat einen großen Beitrag geleistet“. Wie die Redner zuvor, bekam auch sie herzlichen Applaus.

Gefeiert wurde aber auch. Es gab Kaffee, Kuchen, Kaltgetränke und leckeres vom Grill. Für die Kinder war Kinderschminken im Angebot, ein umfangreiches Spiele-Angebot vorhanden und das „Spielmobil“ in der Siedlung. mk

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