30. August 2017

40 Jahre Otto-Brenner-Siedlung

Große Geburtstagsparty am Samstag im Innenhof der Siedlung

Der Mieterbeirat und die Nassauische Heimstätte/Wohnstadt laden am Samstag, 2. September, von 15 bis 19 Uhr im Innenhof der Otto-Brenner-Siedlung zur gemeinsamen 40 Jahrfeier ein. Auch Kinderschminken sowie ein Stromfresserpavillon sind auf dem Geburtstagsfest zu finden.

„Im Frühjahr 1977 fanden viele Familien mit Kindern in 108 neu errichteten Wohnungen ein Zuhause. Damals wie heute trafen in der Otto-Brenner-Siedlung Menschen unterschiedlichster Herkunft aufeinander. Das zeichnet dieses Quartier aus, aber das zeichnet auch ganz Frankfurt aus. Und das ist auch ein Grund dafür, dass wir dieses Nachbarschaftsfest besonders gerne unterstützen“, erläutert Dr. Constantin Westphal, Geschäftsführer der Nassauischen Heimstätte/Wohnstadt.
Wer mit dem Auto zur Geburtstagsfeier kommt, parkt am besten in der benachbarten Carl-Sonnenschein-Siedlung. Die Parkplätze in der Otto-Brenner-Siedlung sind vermietet und stehen somit nicht zur freien Verfügung. Es gibt Kinderschminken sowie einen „Stromfresserpavillon“. Außerdem wird ein DJ für Stimmung sorgen. Der Mieterbeirat kümmert sich um die kulinarische Versorgung, die Stadt Frankfurt hat den Abenteuerspielplatz Riederwald beauftragt, bei der Geburtstagsfeier dabei zu sein.
Auch Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann wird anlässlich des runden Geburtstags nach Sossenheim kommen. In diesem Quartier, hebt Constantin Westphal hervor, sind nicht nur „die nachbarschaftlichen Beziehungen außergewöhnlich gut“, auch die Zusammenarbeit zwischen der Unternehmensgruppe und den Vertretern der Mieterschaft funktioniert seit vielen Jahren hervorragend. Sybille Genzmehr, Mieterin der ersten Stunde, bestätigt diese Einschätzung: „Wer in der Otto- Brenner-Siedlung wohnt, ist mitten im Leben zu Hause.“
Sybille Genzmehr lebt seit 40 Jahren hier. 1977, die Siedlung war gerade fertiggestellt, kam die gebürtige Berlinerin mit ihrer Familie her: „Meine Kinder, zwei Jungen, Zwillinge, waren damals ganz klein“, erinnert sich die 70 Jahre alte Krankenschwester und Lehrerin für die Aus-, Fort- und Weiterbildung in Pflegeberufen. Sie und ihr Mann – die Söhne sind schon seit längerem ausgezogen – gehören zu den rund 30 Erstmietern, die geblieben sind und immer noch in derselben Wohnung leben.
In der u-förmigen Anlage der Siedlung befinden sich 108 Wohnungen des sozialen Wohnungsbaus. Mehr als 400 Menschen aus ganz unterschiedlichen Herkunftsländern und Nationalitäten leben hier, darunter viele Senioren, aber auch zahlreiche Familien mit mehreren Kindern. Rund zwei Drittel aller Mieter besitzt einen Migrationshintergrund. Dass das Zusammenleben nicht immer reibungslos verläuft, liegt auf der Hand.
Doch die Generationen ziehen an einem Strang.„Wir kümmern uns“, sagt Sybille Genzmehr. „Und wir begegnen einander mit Respekt. Um auf Augenhöhe mit der Nassauischen Heimstätte verhandeln zu können, wurden Vertreter der Mieterschaft gewählt und zu den Gesprächen entsandt.“ So konnte man sich bald schon gemeinsam den sozialen Problemen im Quartier widmen und viele Projekte und Initiativen auf den Weg bringen. Dazu gehörte zum Beispiel die Kooperation mit dem Frankfurter Präventionsrat. Dank der gemeinsamen Anstren- gungen konnte sich die Siedlung 2010 außerdem erfolgreich um die Aufnahme in das Programm „Aktive Nachbarschaft“ der Stadt Frankfurt bewerben, so dass sie für die Dauer von fünf Jahren ein eigenes Quartiersmanagement erhielt.
Zu den weiteren Aktionen zählt das Orientierungsmobil, das immer wieder Halt macht im Stadtteil und junge Leute in der schwierigen Phase der Berufsfindung berät und unterstützt, sowie der regelmäßige Besuch des Spielmobils für kleinere Kinder, eine Energiesparberatung und ein Müllcoach. Es wurde ein Jugendbeirat gegründet, ein Gremium, das die Interessen der jungen Siedlungsbewohner artikuliert. red

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