2. November 2016

„Drei Kerle“ erobern im Herbst das Volkshaus

Eine Komödie mit drei Kerlen und einer jungen Frau

Was tun? Das Baby kündigt sich an. Foto: Krüger

Am vergangenen Dienstag präsentierte der Kultur und Förderkreis Frankfurt Sossenheim, kurz Kufö, im ausverkauften Volkshaus eine Komödie mit hochkarätiger Besetzung. In der Komödie „Kerle im Herbst“ spielten die aus dem Fernsehen bekannten Schauspieler Horst Janson und Christian Wolf, der ehemalige Eiskunstlauf Star Hans-Jürgen Bäumler und die junge Sarah-Jane Janson, Tochter von Horst Janson.

Der Vorsitzende des Kufö, Franz Kissel, begrüßte die erwartungsvollen Besucher und sagte, „passend zur Jahreszeit haben wir den Auftritt von ‚Drei Kerlen im Herbst‘ geplant“. Er wünschte allen viel Spaß und gab die Bühne frei. Und diesen Spaß hatten die Besucher auch.

In dem Stück dreht sich alles um Manfred, Rolf und Wolfgang, die sich im Alter von Ende 70 in Manfreds Villa auf Mallorca niedergelassen haben. Ihre Lieblingsbeschäftigung ist das Streiten. Ein verbales Kräftemessen, das täglich neue Höhepunkte erreicht, insbesondere, wenn es um die sportliche Betätigung, die Erkenntnisse aus der Welt der Verkalkung und um die Potenz ging, „bei manchen ist es wohl so, dass die Glocken länger sind als die Klöppel“. Da gab es einen besonderen Lacher und Applaus.

Betreut wurden sie von der jungen und sichtbar schwangeren Haushälterin Dani. Dani war es auch, die Unruhe in das gewohnte Streiten brachte. Sie überbrachte einen an die Drei gerichteten Brief von einer gewissen „Karin“. Sie kündigte ihr Kommen für „Übermorgen“ an. Die Drei erinnerten sich, denn sie kannten „Karin“ noch von der Abi-Abschlussfeier. Und, so war zu lesen, sie bekam fünf Monate danach, wenn auch inzwischen verheiratet, eine Tochter. Das eröffnete viel Raum für Spekulationen und Angebereien, was genüsslich und manchmal auch erbost diskutiert wurde. Dani überbrachte weitere Briefe von „Karin“, mit weiteren Überraschungen. Zur Pause gab es herzlichen Applaus.

In der Pause und bei einem Glas Sekt wurde lebhaft diskutiert. Georg Kowalski sagte, „wir haben beim letzten Mal gesehen was der Kufö für ein schönes Programm hat und deswegen sind wir heute wieder hier, es ist sehr lustig“. Waltraud Sann war nicht ganz zufrieden, „wir können in Reihe 15 vieles nicht verstehen, aber es ist sehr amüsant“. Irmgard Deutschbein schloss sich dieser Meinung an, „wir hören hinten ganz schlecht aber sonst ist es sehr schön“.

Nach der Pause ging es im wesentlich darum, wer der Vater sein könnte. Es stellte sich nach und nach heraus, dass alle drei der Vater sein könnten, „erst sind wir Vater und dann plötzlich wieder nicht“. Und es kamen weitere Briefe von „Karin“. Dani, eigentlich Daniela, offenbarte nun langsam, dass ihre Oma verstorben sei und sie sich aufgrund ihrer Schwangerschaft und um herauszufinden wer ihr Großvater sein könnte, als Haushälterin beworben habe. Eine große Überraschung und zum guten Ende kam das Baby „Charlotte“ zur Welt. Grundsätzlich waren alle glücklich und zufrieden, aber einen „Vaterschaftstest“ lehnten die „Kerle“ einhellig ab. Es gab sehr herzlichen Applaus, Blumen für Sarah-Jane Janson und kleine Präsente für die Akteure.

Franz Kissel bedankte sich auch bei den Zuschauern für den Besuch, bat um Applaus für die Helfer und brachte zum Ausdruck, „ich hoffe dass sie uns spätestens in einem Jahr wieder besuchen, dann haben wir für Sie das ‚Ohnesorg Theater Hamburg on Tour‘ mit Heidi Mahler hier im Volkshaus“. mk

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