Kinder und Jugendliche aus der Übergangsunterkunft Sossenheim sind drei Wochen der Frage nachgegangen, was entsteht, wenn Raum, Materialien und Zeit für Kunst zur Verfügung stehen, aber kein Thema vorgegeben ist. Die entstandenen Arbeiten präsentieren sie am Mittwoch, 23. September, von 18 bis 20 Uhr im Atelier EISundRAUM in Alt-Sossenheim 54 auf dem Sossenheimer Kirchberg.
Das „Freie Atelier“ ist ein Projekt der Übergangsunterkunft Sossenheim und des gemeinnützigen Verein JugendBildung. Anfang September hat der Verein ein temporäres Atelier in der Übergangsunterkunft eingerichtet. Zunächst gab es nur fünf Anmeldungen für das „Freie Atelier“. Tatsächlich nahmen über 30 Kinder und Jugendliche Teil. Begleitet wurden sie von Petra Strass, Bühnen- und Kostümbildnerin, Bildende Künstlerin und Dozentin. Die Teilnehmenden konnten frei arbeiten, eigene Ideen entwickeln, malen und gemeinsam gestalten. Im Mittelpunkt stand der eigene künstlerische Prozess. Es gab kein vorgegebenes Thema, keine festgelegte Aufgabe und keine bestimmte Technik.
Für die Präsentation wird das „Freie Atelier“ nun in das Atelier EISundRAUM am Sossenheimer Kirchberg verlegt. Dort wird eine Auswahl der entstandenen Arbeiten gezeigt und das Prinzip des „Freien Ateliers“ für die BesucherInnen erfahrbar gemacht.
Das „Freie Atelier“ ist eine von fünf Demokratie-Aktionen des Projekts „KunstRaum erforscht! Demokratie-Aktionen“ des Vereins JugendBildung. Dabei setzen sich Kinder und Jugendliche in Sossenheim gemeinsam mit professionellen KünstlerInnen mit eigenen Themen und ihrer Lebenswelt auseinander.
Die Aktion zeigt dabei eine besondere Seite von Demokratie: die Möglichkeit, eigene Ideen zu entwickeln, die eigene Perspektive auszudrücken und unterschiedliche Ausdrucksformen nebeneinander stehen zu lassen. Der freie künstlerische Prozess schafft dafür einen Raum, in dem Eigeninitiative und Selbstbestimmung möglich werden. Das Projekt „KunstRaum erforscht! Demokratie-Aktionen“ wird vom Amt für Multikulturelle Angelegenheiten der Stadt Frankfurt am Main, der Leberecht Stiftung, sowie von weiteren Förderern unterstützt. red