Die katholische Pfarrei St. Margareta lädt am kommenden Montag, 21. September, um 19 Uhr zu einer Buchvorstellung mit Vortrag mit dem Wiesbadener Autor Peter Neumaier in die Kirche Sankt Michael in Sossenheim ein.
Das Buch „Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass wir weiterleben werden!“ Von Peter Neumaier ist ein Zeitzeugnis in Briefen aus dem Nachlass seines Onkels. Am 13. Oktober 1944 wurde der ehemals angesehene Münchner Rechtsanwalt Kurt Neumaier auf Anordnung der Gestapo in das Zwangsarbeitslager Tiefenort in Thüringen deportiert, wo die Organisation Todt in mächtigen Salzstollen die unterirdische Rüstungsproduktion ausbauen sollte. Von 1937 bis 1945 schrieb Kurt Neumaier regelmäßig Briefe an seine ebenfalls „halbjüdische“ Frau Gretl, die zeitgleich in den Münchner Stadtwerken Zwangsarbeit leisten musste. Die täglichen Briefe aus dem Arbeitslager schildern tagebuchähnlich die vorherrschende Gemütsverfassung, das Lagerleben, die Arbeitsbedingungen und die Freundschaften unter den Münchner Häftlingen.
Vortrag und Lesung geben einen authentischen Einblick in die Situation von Menschen, denen das Überleben im NS-Staat tagtäglich durch zunehmende Bedrohung nahezu unmöglich gemacht wurde und die dennoch nicht bereit waren, ihre Hoffnung aufzugeben.
Peter Neumaier steht nach der Buchvorstellung für Gespräch und Diskussion zur Verfügung, sowie zum Signieren seines Buches, das bei dieser Gelegenheit erworben werden kann. Der Eintritt kostet fünf Euro. red