5. August 2026

Ausgesetzter Kater in Bad Soden

Tierheim kämpft um das Leben von Stevie und bittet um Unterstützung

Der schwer verletzte Kater „Stevie“ wurde in Bad Soden in einem Gebüsch gefunden. Das Tierheim Bad Soden/Sulzbach kämpft nun um seine Genesung und bittet um Spenden für die Behandlung. Foto: Tierheim

Ein tierlieber Passant entdeckte den völlig entkräfteten Kater in Bad Soden und brachte ihn sofort in eine Tierklinik. Dort stellte sich heraus: Das Tier litt seit Wochen unter schweren Verletzungen und starken Schmerzen. Nun hofft das Tierheim Bad Soden/Sulzbach auf Spenden, um die Behandlung finanzieren zu können.

Ein tierlieber Bürger hat am Sonntagabend einen schwer verletzten schwarzen Kater in einem Gebüsch in Bad Soden entdeckt und umgehend in eine Tierklinik gebracht. Der Zustand des Tieres war so kritisch, dass es dort sofort als Notfall behandelt wurde.
Der Kater war stark abgemagert, seine Augen waren blutunterlaufen und eine Gesichtshälfte wurde von einem offenen Abszess entstellt. Zudem war das Tier weder gechippt noch kastriert. Sein Verhalten ließ jedoch darauf schließen, dass er den Umgang mit Menschen gewohnt war.
Nach Einschätzung der Tierärzte musste der Kater bereits seit mehreren Wochen erhebliche Schmerzen ertragen haben. Da keine Vermisstenmeldung vorlag, geht das Tierheim Bad Soden/Sulzbach davon aus, dass das Tier ausgesetzt wurde. Damit liegt die weitere Versorgung und Finanzierung der Behandlung in der Verantwortung des Tierheims.
Der schlechte Allgemeinzustand war unter anderem darauf zurückzuführen, dass der Kater aufgrund seiner stark eingeschränkten Sehfähigkeit kaum noch Nahrung oder Wasser finden konnte. Unklar blieb zunächst jedoch, wodurch die schweren Augenverletzungen und der Abszess verursacht wurden. Die möglichen Diagnosen reichten von einer behandelbaren bakteriellen Infektion bis hin zu einer lebensbedrohlichen Krebserkrankung. Deshalb war ein MRT notwendig, um eine eindeutige Diagnose stellen und über die weitere Behandlung entscheiden zu können.
„Eine Behandlung nach dem Ausschlussprinzip hätte das Leiden des Katers unnötig verlängert und wäre am Ende vermutlich genauso teuer geworden wie das MRT“, erklärt die Vorsitzende des Tierheims, Therese Knoll. Besonders ärgert sie die Kritik, die das Tierheim immer wieder für hohe Behandlungskosten erhalte. „Wir bemessen den Wert eines Tieres nicht danach, ob sich jemand dafür verantwortlich fühlt. Das Tierschutzgesetz erlaubt eine Einschläferung nur unter sehr engen Voraussetzungen. Deshalb musste zunächst geklärt werden, ob Stevie überhaupt noch geholfen werden kann“, sagt Therese Knoll.
Den Namen „Stevie“ erhielt der Kater inzwischen im Tierheim. Für die Vorsitzende ist sein Schicksal ein weiteres Beispiel dafür, welche Folgen unkastrierter Freigang haben kann. Die schweren Verletzungen und die Infektion seien vermutlich die Folge von Revierkämpfen.
Wer die Behandlung von Stevie unterstützen möchte, kann dem Tierheim Bad Soden/Sulzbach eine Spende zukommen lassen. Möglich ist dies per PayPal an @TSVBadSodenSulzbach oder per Überweisung auf das Konto der Frankfurter Volksbank, IBAN DE95 5019 0000 0000 1638 05, BIC FFVBDEFF mit dem Stichwort Stevie. red

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