Am Bahnhof Frankfurt-Höchst hat die Stadt Frankfurt Mitte März ihre erste Fahrrad-Sammelschließanlage eröffnet. Damit reagiert die Stadt auf die steigende Nachfrage nach sicheren, flexiblen Fahrradabstellmöglichkeiten und will die Verzahnung von Rad- und Schienenverkehr an Mobilitätsknotenpunkten stärken. Die Initiative für zusätzliche sichere Abstellmöglichkeiten am Höchster Bahnhof entstand unter anderem auf Anregungen aus dem Stadtteil und des Ortsbeirats.
Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert sagt: „Mit dieser hochwertigen abschließbaren Fahrradsammelanlage setzen wir eine wichtige Forderung um und schaffen in Höchst ein weiteres witterungsgeschütztes Bike-and-Ride-Angebot, für einen komfortablen Umstieg vom Rad in die Bahn.“ Der Ausbau von Mobilitätsstationen und Fahrradabstellmöglichkeiten an Bahnhöfen sei ein zentrales Ziel der Frankfurter Mobilitätsstrategie.
Seit 2021 gibt es in Höchst 156 Stellplätze in Doppelstockanlagen sowie zwölf abschließbare Fahrradboxen, die seit ihrer Inbetriebnahme dauerhaft ausgebucht sind. Die neue Sammelgarage bietet zwölf zusätzliche Stellplätze sowie drei Sonderstellplätze. Michaela C. Kraft, Leiterin des Amts für Straßenbau und Erschließung (ASE), unterstreicht: „Das Besondere ist, dass alle Fahrradtypen hier hineinpassen – egal ob klassische Fahrräder, E-Bikes oder Lastenräder. Jedes Modell findet seinen entsprechenden Platz.“ Die Anlage befindet sich auf der Nordseite des Bahnhofs Höchst und ist ab sofort wie die Fahrradboxen über das digitale Buchungssystem unter bikeandridebox.de nutzbar. Die Preise liegen bei einem Euro pro Tag. Bei längeren Mietdauern verringert sich der Preis. Die Buchung für ein Jahr kostet 50 Euro.
Die Sammelgarage in Höchst startet zunächst als Pilotprojekt: Mit Blick auf die Frequentierung der Anlage sind dann Rückschlüsse für weitere Standorte, insbesondere an Bahnhöfen und Umsteigepunkten, möglich. Bewährt sich das Modell, sollen weitere dieser Fahrradabstellvarianten entstehen. Die Kosten für die Fahrradgarage in Höchst betragen rund 81.300 Euro, davon fördert das Land Hessen 75 Prozent: Das sind 60.900 Euro.
Im Sommer 2026 werden zudem an den Bahnhöfen Galluswarte, Nied und Zeilsheim Doppelstockanlagen erweitert oder überdachte Abstellmöglichkeiten mit bis zu 22 Plätzen neu geschaffen. Für die S6-Bahnhöfe Eschersheim und Frankfurter Berg befinden sich weitere Förderanträge in Vorbereitung.
Höchst zeigt beispielhaft, wie Bürgerinnen und Bürger Bike-and-Ride, Park-and-Ride, Carsharing und den öffentlichen Nahverkehr miteinander kombinieren können. Durch diese flexiblen Mobilitätsketten wird das Umsteigen attraktiver, sodass die Innenstadt vom Autoverkehr entlastet wird. red