Die leerstehende Eisdiele auf dem Sossenheimer Kirchberg wird ab Gründonnerstag, 2. April, bis zur Neuvermietung zwischengenutzt – von einer Pop-up-Eisdiele, die mehr ist als nur das: Die Menschen vor Ort sind eingeladen, sich mit eigenen Ideen einzubringen. Unter dem Titel „Eis und Raum“ entsteht für die Dauer einer Eissaison ein offener Ort für Begegnung und neue Impulse. Vorschläge für weitere Aktionen und Formate können ab sofort beim Quartiersmanagement eingereicht werden.
Die stetigen Bemühungen des Ortsbeirates 6 und des Beirats Sozialer Zusammenhalt zahlen sich aus. Über Monate hatten Ortsbeirats- und Beiratsmitglieder, Sossenheimerinnen und Sossenheimer, das Quartiersmanagement sowie das Stadtplanungsamt die Relevanz der Belebung der Ortsmitte betont und Aktivierungsmöglichkeiten diskutiert. Nun ist schließlich die gewünschte Zwischennutzung des verwaisten Ladenlokals geglückt. Das Quartiersmanagement hat dafür erste Interessierte an den Tisch geholt, die sich gemeinsam ein Konzept für die Eissaison überlegt haben.
„Eis und Raum“ beschreibt dabei eine Pop-Up-Eisdiele mit Raum für mehr. „Eis steht für das Süße im Leben – für Genuss, Freude und kleine Momente, die uns verbinden. Das ‚und‘ soll für Offenheit und Verbindung stehen. Den ‚Raum‘ schaffen wir im doppelten Sinne: als Ort in der Ortsmitte, der zum Verweilen, Austauschen und Gestalten einlädt – und als geistigen Freiraum für alle, die Sossenheim voranbringen wollen“, so das Kernteam hinter „Eis und Raum“.
Der Sossenheimer Uwe Natter übernimmt dabei die Organisation der Pop-up-Eisdiele. „Wir werden vermutlich von Donnerstag bis Sonntag bis 20 Uhr geöffnet haben“, informiert er über sein Vorhaben. „Es wird eine kleine Karte geben mit mehreren Eissorten, ein paar Eisbechern und Getränken.“ Die genauen Öffnungszeiten werden noch veröffentlicht.
„Raum für mehr“ schaffen wiederrum „Kirchwerk“ und der Verein Jugendbildung mit ihren vor Ort geplanten Projekten und Veranstaltungen, wie Kunstworkshops und Konzertabende. Abgerundet wird das Kernteam vom Quartiersmanagement, das die Koordination der Zwischennutzung übernimmt. „‚Eis und Raum‘ ist für alle in Sossenheim, egal ob Privatperson oder Initiative, jede und jeder kann sich mit einer Idee für den Stadtteil bei uns melden“, betonen die beiden Quartiersmanagerinnen Gwendolin Schwab und Lara Paulus vom Büro Stadtberatung Dr. Sven Fries.
Los geht es zu Ostern, wenn Sossenheim endlich wieder auf dem Kirchberg für ein Eis oder auf ein Getränk zusammenkommen kann – einfach nur so oder zu einer Veranstaltung. red