22. März 2026

Trauerfeier für Peter Kullmann

„Abschied von einem Mann, der große Spuren hinterlassen hat“

Trauerfeier zum Abschied. Fotos: Krüger

Am vergangenen Freitag nahm Sossenheim in der Trauerhalle auf dem Sossenheimer Friedhof Abschied von Peter Kullman, von einem Künstler, Grafiker und insbesondere von einem Menschen und Freund der ganz besonderen Art. Pfarrer Philipp Ruess von der evangelischen Regenbogengemeinde gestaltete die Trauerfeier vor zahlreichen Trauernden, die er mit der Begrüßung, „wir nehmen heute Abschied von einem Mann, der große Spuren hinterlassen hat“, eröffnete. Es erklang eines der Lieder, die Peter besonders liebte: „Hello Goodbye“ von den Beatles.

Pfarrer Philipp Ruess lies das Leben und Wirken des am 27. Februar 2026 verstorbenen Peter Kullmann nochmal Revue passieren. Am 10. Oktober 1949 in Frankfurt-Höchst geboren, habe er u.a. in Frankfurt-Nied und an anderen Orten gelebt. Bei Hertie-Höchst lernte er Schauwerbegestalter, Plakat- und Dekorationsmaler. Viel Spaß hatte er nicht mit den Schaufenstern, zumindest schien es sein Künstlerherz nicht so ganz befriedigt zu haben. Es brauchte noch viel mehr Farben. Daher ging es weiter bei ihm mit einem Studium zum Werbegrafiker in Darmstadt und einem Studium der freien Kunst an der Städelschule.

Trauerdekoration in der Trauerhalle.

Er wurde freiberuflicher Messebauer – das kreative der Kunst mit dem Pragmatischen verbinden. Arbeiten mit Metall, Plastik und Holz. Da habe er nicht nur die verschiedenen Farben seines Lebens auf seine Palette getupft, sondern auch gleich ganz viel Wissen rund um die verschiedenen Baumaterialien, das er dann später rund um Sossenheim verwendet hat. Das er hier so viel lernen und probieren konnte, war vermutlich ein Glücksfall und später dann auch für die vielen Vereine hier in Sossenheim.

In Sossenheim 1989 angekommen, gestaltete er u.a. eine Sommerakademie im Hof seines Ateliers, in der Alpenroder Straße. Hier wurden mit und von Jedermann unter seiner Anleitung große Gemälde gestaltet und gemalt, deshalb oft auch „Malschule“ genannt. Mit seinem „Künstlerforum“ gestaltete er auf dem Kirchberg auch eine „Malzeit“ für Kinder und Erwachsene. Ob auf Leinwand, Klopapier und Leinen, es gab in seinem Leben immer irgendwas, dass er, vermutlich, als weißer Grund für seine Ideen gestartet hat. „Jeder kann ein Kunstwerk schaffen“ war sein Motto und Anliegen. Es spielte zum „in sich gehen“ das Lied, „Don’t Stop Me Now“ von Queen.

Sossenheim – Er war ein Tausendsassa, Ehrenamtler und Maler des Frankfurter Westens: Am vergangenen Samstag ist der Sossenheimer Künstler mit 76 Jahren gestorben. Er liebte das Blau des Himmels, insbesondere das des österreichischen Himmels im Karwendelgebirge, wo er auch seine letzte Ruhestätte finden soll. Hier hatte er eine „Zweite Heimat“ gefunden. Gemeinsam betete man das „Vater unser“.

Sodann richtete der Vorsitzende des Vereinsrings Sossenheim, Franz Kissel, das Wort an die Trauergemeinde und sagte, „Peter Kullmann war nicht nur Künstler, sondern auch Gestalter in unserem Stadtteil“. Er fasste das umfangreiche Wirken von Peter zusammen und sagte abschließend, „Peter hat Brücken gebaut. Danke für dein Wirken. Wir werden dich in Ehren halten!“

Es folgte ein weiteres gemeinsames Gebet und das Lied, „A Whiter Shade of Pale“ von Procol Harun.

Umtrunk nach Trauerfeier.

Anschließend fand in der evangelischen Kirche, im KIRCHWERK-CAFE, ein Umtrunk, oft auch „Trauerkaffee“ genannt, statt. Hier fanden sich noch einige Trauergäste ein. mk

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