Am Samstag, 14. März, startet die Höchster Fähre – zwei Wochen später als gewöhnlich – in die neue Saison. Die traditionsreiche Mainfähre verbindet die westlichen Frankfurter Stadtteile Schwanheim und Höchst. Vor allem Ausflugsgäste nutzen das Angebot, die 113 Meter breite Passage über den Main auf traditionelle Art zu überqueren.
Der Fährbetrieb blickt auf eine mehr als 400-jährige Geschichte zurück. Trotz des zunehmenden Autoverkehrs und des Baus der Leunabrücke im Jahr 1992 wurde die Fähre dank des Engagements der Frankfurter Bürgerinnen und Bürger sowie mit Unterstützung der Stadt bis heute erhalten.
Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert sagt: „Die Mainfähre in Höchst gehört einfach zum Frankfurter Westen. Mit ihrem Weiterbetrieb bewahren wir ein Freizeitangebot für ganz Frankfurt, und eine sympathische Tradition, die zur Höchster Identität gehört.“
Anlass für den späteren Saisonbeginn sind eine umfassende Grundüberholung sowie ein neuer Anstrich des Decks. Dieses wurde erstmals seit 30 Jahren vollständig sandgestrahlt, wobei die abgenutzten Farbschichten abgetragen und auch rostige Stellen sorgfältig entfernt wurden. Die langanhaltende Kälte-, Schnee- und Regenperiode in diesem Winter beziehungsweise das Ausbleiben einer stabilen Schönwetterphase verhinderten, dass Fährmann Sven Junghans früher mit den Arbeiten beginnen konnte.
Für die Streicharbeiten verwendet er eine besonders widerstandsfähige graue Zwei-Komponenten-Farbe, die speziell für die Anforderungen der Schifffahrt entwickelt wurde und zugleich umweltschonend ist. Fährmann Junghans ist froh, dass er Ende Februar mit den Arbeiten an der im Trockendock liegenden Fähre starten konnte: „Normalerweise reicht ein Anstrich pro Saison. Durch das Sandstrahlen sind nun jedoch fünf aufeinanderfolgende Anstriche erforderlich – das bedeutet einen deutlich höheren Aufwand. Ich freue mich jedenfalls, dass es bald wieder losgeht und ich unsere Gäste wieder gemütlich über den Main setzen darf.“
Die Fähre verkehrt von Mitte März bis Mitte Dezember. Montags und mittwochs findet kein regulärer Fährbetrieb statt. Dienstags und donnerstags bis samstags überquert die Fähre den Main von 9 bis 18 Uhr. An Sonn- und Feiertagen ist ein Transfer zwischen 11 und 18 Uhr möglich. Eine einfache Überfahrt kostet für Erwachsene zwei Euro, Kinder zwischen vier und elf Jahren zahlen einen Euro, Kinder unter vier Jahren fahren kostenfrei. Sammelkarten bieten zusätzliche Ersparnisse.
Neben dem regulären Fährbetrieb kann die Fähre außerhalb der Fahrzeiten für Sonderfahrten auf dem Main gechartert werden. Sven Junghans betont: „Die Fähre ist ein außergewöhnlicher Veranstaltungsort auf dem Wasser. Mit diesem zusätzlichen Angebot sprechen wir auch Privatpersonen und Unternehmen über die Region hinaus an.“
Die Stadt Frankfurt am Main unterstützt den privatwirtschaftlich geführten Betrieb der Mainfähre jährlich mit einem Grundzuschuss von 50.000 Euro. Zusätzlich werden Treibstoff- und Stromkosten erstattet – unter Berücksichtigung von Preissteigerungen – sowie größere Reparaturen bezuschusst. Darüber hinaus verzichtet die Stadt auf Mieteinnahmen.
Weitere Informationen finden sich unter mainfaehrefrankfurt.de im Internet. Informationen zu exklusiven Sonderfahrten gibt es auf der Internetseite unter der Rubrik Fähre exklusiv mieten. red