12. Februar 2026

Mehr Raum für Kreative

„Radar“–Kreativräume für Frankfurt zieht Bilanz für das Jahr 2025

Das „Radar“-Team (v.links): Rosa Willinger, Christof Schwarz, Felix Hevelke und Paola C.D. Wechs. Sie haben unter anderem im Höchst für viel Kreativräum gesorgt. Foto: Temucin

Mehr als 1.000 Quadratmeter neu geschaffene Kreativräume, 64 veröffentlichte Räume und Ausschreibungen sowie neue Impulse für Zwischennutzungen: Die „Leerstandsagentur Radar – Räume für Frankfurt“ des Stadtplanungsamtes hat 2025 wichtige Beiträge zur Stärkung der kreativen Infrastruktur Frankfurts geleistet.

Seit Anfang 2024 wird das Projekt „Radar“ von der „Hevelke & Wechs raum.2019 GbR“ umgesetzt. Die Fortsetzung der Zusammenarbeit ist perspektivisch bis Ende 2028 angelegt. Das „Radar“-Team vermittelt und aktiviert bereits seit 2011 Leerstände für die Kreativwirtschaft und organisiert projektbezogene Zwischennutzungen. Dabei arbeitet das Team eng mit Akteurinnen und Akteuren aus den Bereichen Stadtplanung, Kultur und Wirtschaftsförderung zusammen. Ziel ist es, passende Raumangebote zu schaffen und die Raumsituation in Frankfurt nachhaltig zu verbessern.
Das städtische Programm reagiert auf den konstant hohen Bedarf an bezahlbaren Kreativräumen. Um leerstehende Gewerbeeinheiten zu aktivieren, sprechen Paola Wechs und Felix Hevelke von „Radar“ die Eigentümerinnen und Eigentümer aktiv an. Zur Vorstellung des Projekts und der Fördermöglichkeiten haben sie ein neues Exposé entworfen und gezielt Social-Media-Kampagnen gestartet. Ein Erfolg ist die gestiegene Anzahl der Förderungen. Im Jahr 2025 bezuschusste die Stadt Frankfurt insgesamt sieben Projekte mit dem Programm „Umbau leerstehender Räume für Kreative“. Dadurch wurde Raum für 20 Kreativschaffende auf über 1.000 Quadratmetern geschaffen.
Das größte Projekt mit fast 500 Quadratmetern ist das zukünftige Atelierhaus Ost am Bahnhof Höchst, welches 2026 durch die KEG Frankfurt umgebaut werden soll. Das Programm unterstützt auch kleinere Einheiten. So erhielt beispielsweise die Schmuckdesignerin Helen Habtay eine Förderung. Mit der Förderung wurde eine Gewerbeeinheit in der Berliner Straße 32 umgebaut. Dort entstand ein offenes Schmuckatelier mit Werkstatt.
Neben der Begleitung von Förderprojekten vermittelt „Radar“ kreative Räume in Frankfurt. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 64 Raumangebote beziehungsweise Ausschreibungen über die Plattform radar-frankfurt.de veröffentlicht.
„Radar“ spielt auch beim wiederkehrenden Designparcours in Höchst eine zentrale Rolle. Die Veranstaltung findet im Sommer 2026 bereits zum 25. Mal statt. Jeweils für ein Wochenende im Sommer und im Winter werden leerstehende oder nicht öffentlich zugängliche Räume von Kreativen kurzzeitig zwischengenutzt.
Eine längere Zwischennutzung entstand in der zweiten Jahreshälfte 2025 im Erdgeschoss der Bolongarostraße 133. „Radar“ mietete die Fläche an und richtete dort den „ein.Laden“ ein. Die Fläche stand kostenfrei für kreative Produktionen, Workshops und Ausstellungen zur Verfügung. Das erfolgreiche Format der Zwischennutzung soll auch im Jahr 2026 fortgeführt werden. Ähnliche Projekte sind in weiteren Stadtteilen geplant.
Von dem städtischen Programm können Kreative sowie die Eigentümerinnen und Eigentümer der Immobilien gleichermaßen profitieren. „Radar“ hilft bei der Suche nach geeigneten Mieterinnen und Mietern und unterstützt bei der Antragstellung. Durch die finanzielle Unterstützung wird die Immobilie baulich aufgewertet und modernisiert. Die Umbaufördermittel betragen 150 Euro pro Quadratmeter. Je Kreativschaffende und Kreativschaffenden können bis zu 120 Quadratmeter gefördert werden.
Vermieterinnen und Vermieter können sich bei „Radar“ oder dem Stadtplanungsamt kostenfrei beraten lassen.
Weitere Informationen zum Förderprogramm und „Radar“ finden sich unter stadtplanungsamt-frankfurt.de und radar-frankfurt.de im Internet. red

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert