20. Februar 2018

Der Dreck ist endlich weg

Dauer-Sperrmüll an der Westerbachstraße wurde abtransportiert

Picobello präsentiert sich nun das Gelände zur Westerbachstraße hin, das bis vor kurzum noch mit Müll zugepflastert war. Foto: Mingram

Bezüglich des Haltestellenbereichs Westerwaldstraße gibt es einen Erfolg auf ganzer Linie zu verzeichnen. Der Sperrmüllhaufen vor dem Anwesen in der Westerbachstraße ist verschwunden, das Grundstück wurde gesäubert und die lange unvollendete Fassade des Hauses gegenüber ist nun auch fertig gestrichen.

Wegen der Entsorgung des Sperrmülls hatte es im Vorfeld Unklarheiten über die Zuständigkeiten gegeben. Mitarbeiter der FES seien mehrfach zu vereinbarten Terminen an- und wieder abgefahren, berichtete der Eigentümer, der es wiederum nicht über sich brachte, die Sachen kurzerhand dorthin zu befördern, wo sie laut FES-Vorgabe zur Abholung liegen sollten, nämlich vor das Grundstück.
Den schmalen Bürgersteig, unmittelbar hinter der Kurve mit regem Bus- und Autoverkehr nebst querenden Fußgängern, mit Sperrmüll zu verbarrikadieren, hielt der seit vielen Jahren in Sossenheim lebende Mann für unverantwortlich. Das Gefahrenpotenzial an dieser Stelle war in der Tat nicht zu übersehen.
Das Sossenheimer Wochenblatt schaltete sich als Vermittler ein, da sich der Sperrmüllberg, dank weiterer Müll-„Spenden“ aus der Nachbarschaft, stetig vergrößerte und die FES den Abtransport der Gegenstände vom Privatgelände zunächst nur kostenpflichtig zu erledigen bereit war. Pauschal könne das Gelände ohnehin nicht geräumt werden, gab die FES-Sprecherin zu bedenken, da sich auch Farben, Lacke und andere nicht Sperrmüll fähige Teile wie Baumaterial darunter befänden.
Dann hatten sich sogar einige Freiwillige aus der Nachbarschaft bereit erklärt, bei der Sortierung und Neuplatzierung der Sperrmüll-fähigen Gegenstände an der Grundstücksgrenze zu helfen. Für diesen Fall hatte die FES in der vergangenen Woche angekündigt, die Abholung zu veranlassen.
Von Freitag auf Samstag hat sich nun der gesamte Müllberg buchstäblich in Wohlgefallen aufgelöst, was, von Seiten einer involvierten Person, humorvoll als „Wunder von Sossenheim“ bezeichnet wurde. Weder FES noch Ffm-Tiptop haben den Müll abtransportiert. Wo auch immer der Unrat abgeblieben ist – die Sossenheimer weinen ihm keine Träne nach. Sie freuen sich über den großen Effekt einer vergleichsweise kleinen Aktion.
Wer je in großem Stil entrümpelt hat, weiß ein Lied davon zu singen, wie arbeitsintensiv es sein kann, jedes Teil seinem richtigen Bestimmungsort zuzuführen. Die FES informiert darüber im Internet und in den Oscar-Broschüren. mi

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