14. November 2021

Gedenkfeier zum Volkstrauertag

„Kriege beginnen im Kopf und nicht auf dem Schlachtfeld“

Am Ehrenmal lauschten die Teilnehmer den Klängen des Posaunenchors des CVJM Eschborn. Fotos: Krüger

Gemeinsam veranstalteten der Vereinsring Frankfurt-Sossenheim und der VdK-Ortsverband Sossenheim die diesjährige Gedenkfeier auf dem Friedhof an der Siegener Straße. Für die musikalische Einstimmung sorgten der Posaunenchor des CVJM Eschborn und der Frauenchor der Chorgemeinschaft 1880/82.

Der Vorsitzende des Vereinsrings, Franz Kissel, begrüßte am Ehrenmal die anwesenden Bürgerinnen und Bürger, kirchliche Vertreter und die Kreisvorsitzende des VdK, Hannelore Schüssler, am Ehrenmal des Sossenheimer Friedhofs, sowie Vertreter der Vereine von Sossenheim, die erstmals mit einer Abordnung von Fahnenträgern teilnahmen.

In seiner Begrüßungsrede sagte Franz Kissel: „Heute ist ein Tag des Innehaltens. Wir gedenken heute den Opfern von Kriegen und Gewaltherrschaft. Aber heute ist auch der Tag des Mahnens, damit es in Zukunft friedlicher wird auf unserer Welt, denn Kriege beginnen im Kopf und nicht auf dem Schlachtfeld!“ Und weiter sagte Franz Kissel, „wir alle können dafür sorgen, dass sich mögliche Gedankenspiele zum Thema Gewalt nicht ausbreiten. Mit Toleranz, menschlicher Nächstenliebe und Mut können wir Kriege und Gewalt verhindern“.

Hannelore Schüssler, ging in ihrer Ansprache zunächst auf den Gründungsgedanken des VdK (1946) ein. Der VdK vertrete sozialpolitische Interessen von inzwischen 2 Mio. Mitgliedern und habe insbesondere nach dem 2. Weltkrieg für viele Menschen erste Anlaufstation sein können und sie über ihre Rechte informieren und behilflich sein können. „Die Menschen im heutigen Deutschland können Glücklich sein, dass sie seit über 75 Jahren keinen Krieg mehr erleben mussten“. Das müssen man bewahren, auch über die Grenzen hinaus und für soziale Gerechtigkeit eintreten. Und auf „heute“ bezogen sagte sie mit einem Blick auf die Fahnenträger: „Die Sossenheimer haben Flagge gezeigt!“

Für die Kirchen in Sossenheim sprach in diesem Jahr Dr. Charlotte Eisenberg von der Evangelischen Regenbogengemeinde. Sie sprach über die Schrecken des Krieges mit seiner unsäglichen Gewalt, sowohl im ersten als auch im zweiten Weltkrieg, mit Millionen von Toten, darunter auch die Opfer durch Atombomben: „Jeder Tote verdient eine eigene, besondere Würdigung!“ Kriege heute wären mit noch mehr Leid verbunden. Sie habe die „Hoffnung und Zuversicht, dass Gott uns nicht alleine lässt bei all den aktuellen Sorgen!“ Wahre Wunder seien nur dann möglich, wenn wir alle zusammenhalten: „Vater vergib uns – Amen“.

Franz Kissel, Hannelore Schüssler, Charlotte Eisenberg und Brigitte Stark-Matthäi, von links, am Ehrenmal.

Einem gemeinsamen Lied und einem Lied des Posaunenchors folgte die Kranzniederlegung durch Hannelore Schüssler und Franz Kissel. Gemeinsam betete man das „Vater unser“. Franz Kissel bedankte sich nochmals bei Frauenchor und Posaunenchor, bei Charlotte Eisenberg und Hannelore Schüssler, bei den Fahnenträgern sowie bei allen Anwesenden und wünschte einen guten Nachhauseweg. mk

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