4. November 2020

Stadtpolizei kontrolliert Hotspots

Zahlreiche Verstöße gegen Maskenpflicht und Hygienemaßnahmen

Die Stadtpolizei kontrolliert vermehrt die Innenstand, um die Einhaltung der Corona-Regeln zu überwachen. Foto: Stadt

Die Stadtpolizei des Ordnungsamtes hat über das Wochenende wieder verstärkt die Einhaltung der Corona-Regeln überwacht. So wurden bei Kontrollen 205 Verstöße gegen die Maskenpflicht, neun Verstöße gegen das Alkoholkonsumverbot im öffentlichen Raum und 44 Hygieneverstöße in gastronomischen Betrieben festgestellt.

Speziell in Alt-Sachsenhausen mussten die Stadtpolizisten in nicht wenigen Gaststätten eingreifen. Neben zu vielen Menschen auf zu engem Raum wurden fehlende Mund-Nasen-Bedeckungen beim Personal und keine oder mangelhaft geführte Gästelisten vorgefunden. Auf Anweisung der Stadtpolizei wurde in diesen Betrieben die Gästezahl umgehend reduziert und Hygienemaßnahmen angeordnet. Ordnungswidrigkeitenverfahren wurden eingeleitet.
Auch die Hotspots im öffentlichen Raum bestreift die Stadtpolizei derzeit mit großem Personaleinsatz. So wurde der Bereich Innenstadt in zwei Einsatzabschnitte unterteilt, um effektiver kontrollieren zu können. Auch im Bahnhofsviertel, in Bornheim im Bereich Berger Straße, in Sachsenhausen rund um die Schweizer Straße und entlang der Leipziger Straße in Bockenheim wird verstärkt kontrolliert. Hier ist festzustellen, dass speziell die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in den letzten Tagen gut angenommen wird. Entsprechende Informationen der Öffentlichkeit über die Sinnhaftigkeit des Maskentragens und die Abschreckungswirkung durch behördliche Kontrollen scheinen Früchte zu tragen.
Die Bildung von Menschengruppen in Verbindung mit Alkoholkonsum im öffentlichen Raum spielt derzeit in Frankfurt keine Rolle. Die Stadtpolizei konnte dazu in den vergangenen Tagen keine Feststellungen treffen. Die sonst beliebten Treffpunkte Friedberger Platz, Luisenplatz, Opernplatz und Liebfrauenberg waren nahezu verwaist.
Sicherheitsdezernent Markus Frank sagt zum Einsatz der Stadtpolizei: „Ich freue mich, dass wir mit einer engagierten Stadtpolizei einen großen Beitrag dazu leisten können, einer Verschärfung der pandemischen Lage in Frankfurt entgegenzuwirken. Die Stadtpolizei übernimmt hierbei täglich eine Herkulesaufgabe. Speziell die Überwachung der Maskenpflicht in einem so großen Bereich mit sehr vielen Menschen nötigt mir allen Respekt ab. Wir werden auch weiterhin alle Notwendigkeiten zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie kontrollieren, sowohl in den Hotspots aber auch in der Peripherie.“ red

2 Gedanken zu „Stadtpolizei kontrolliert Hotspots

  1. Sicherheitsdezernent Markus Frank, der auch für das Kaiserlei-Desaster Verantwortung trägt, verschweigt leider nur: seit Jahren schafft er es nicht, seine Truppe namens Stadtpolizei aufzustocken. 200 Mitarbeiter hat er, aber wieviele sind wirklich auf der Straße? Und auf welchen Straßen und Bezirken? Denn nur in der Frankfurter Innenstadt ist die Stadtpolizei wirklich aktiv. Hier in den Randbezirken sucht man vergebens nach der tollen Stadtpolizei, wenn es um das Thema öffentliche Ordnung und Sicherheit geht. Schönfärberei. So kommt mir diese Lobhudelei vor und erinnert mich an den ebenso „leuchtenden Stern“ Namens Verkehrsdezernent Oesterling, der seine Verkehrspolizei genauso wenig aufstocken kann und damit wirklich alles schleifen lässt. Und das beste: ab 21 Uhr ist Feierabend. Dann herrscht Narrenfreiheit. Im Frankfurter Westen jedenfalls ist nicht viel los mit Ordnung und Sicherheit. Und wer diese Missstände anprangert, prangert übrigens nicht die Polizisten/Polizistinnen an, die tagtäglich ihr Bestes für uns alle geben, sondern den Doppel-Kopf dieses Fisches namens „Stadt- und Verkehrspolizei“ (Wieso die überhaupt getrennt agieren, muss man nicht verstehen) Frankfurt, eine Weltstadt… naja.

  2. Ich selbst war am vergangenen Samstag (31.10.) kurz in der Königsteiner Straße in Frankfurt-Höchst unterwegs. Beim Durchlaufen der Fußgängerzone habe ich in dieser kurzen Zeit 23 Personen gezählt die sich dort ohne Maske aufgehalten haben. Von kontrollierenden Ordnungshütern weit und breit nichts zu sehen. Da das örtliche Büro der Stadtpolizei samstags geschlossen ist habe ich die dort ausgehängte Telefonnummer der Stadtpolizei angerufen und den Vorgang geschildert. Man hat es zur Kenntnis genommen und sich bedankt. Ob im Anschluss daran eine Bestreifung erfolgte kann ich nicht sagen.
    Grundsätzlich habe ich aber das Gefühl, dass der Westen wieder einmal stiefmütterlich behandelt wird. Außerdem frage ich mich ob an der Ecke zur Hostatostraße das Virus plötzlich verschwunden ist denn dort wird die Maske (sofern überhaupt getragen) sofort vom Gesicht gerissen.
    Um allen „Unwissenden“ Paroli bieten zu können sollte man bei einer Inzidenz von 100 und mehr eine Maskenpflicht für die gesamte Stadt verordnen. Das wäre eindeutig.

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