18. Februar 2019

Gemeindefassenacht – „Mit Helau in die Bütt“

Protokoller Robert Sawczuk brachte es so auf den Punkt: „So soll es sein, das ist Sossenheim“

Pastoralreferent Michael Ickstadt – als singender Brezelbub ein versierter Eintrachtkenner. Fotos: Krüger

Als Sitzungspräsident Bernhard Katzenbach am 16. Februar die närrischen Gemeindemitglieder und die zahlreichen Freunde der Gemeindefastnacht St. Michael im Gemeindehaus Alt Sossenheim 68a begrüßte, war der Saal bis auf den letzten Platz besetzt. Der Komiteetisch war besetzt und „Musiker Franz“ intonierte den ersten Tusch. Bernhard Katzenbach kündigte als erste Tanzgruppe „Die Krümmel“ vom Karnevalverein DIE SPRITZER an. Sie bekamen herzlichen Applaus und auch gleich die erste „Rakete“.

Die „Krümmel“ der SPRITZER vor dem 7er-Rat.

Nach dem obligatorischen „Dreifach donnerndem Helau“ rief Bernhard Katzenbach den „Protokoller“ in die Bütt. Das Protokoll hatte es wieder in sich und wurde von Robert Sawczuk mit viel Emotion vorgetragen. Er blickte zunächst auf „ein Jahr voller Verabschiedungen“ zurück. Unter anderem gehörte dazu der Abschied von Eintracht-Trainer Nico Kovac, „aber den Pokal haben wir mit ihm noch gewonnen“, der Abschied von Kanzlerin Merkel als Parteivorsitzende, die Verabschiedung des evangelischen Pfarrers Horst Klärner in den Ruhestand, „er war oft Gast bei uns“ und vor allem der Abschied vom Namen „Gemeinde St. Michael“. Die Umbenennung in „Gemeinde St. Margarete“ schmerzt wohl immer noch.

Robert Sawczuk sprach die Veränderungen durch Pabst Franziskus an, aber auch die Bildungspolitik, „Bildung kostet viel, aber Dummheit ist teurer“. Und er widmete sich dem Thema „800-Jahr-Feier in Sossenheim“, „das war ganz hervorragend organisiert“. „Mein persönlicher Höhepunkt war unsere Teilnahme am Festumzug. Und hier gilt mein besonderer Dank Pastoralreferent Rainer Jöckel“. Mit dem Thema „fehlende 3. Glocke im Kirchturm“ beendete er seinen Redebeitrag, „die läutet das erste Mal, wenn die Eintracht wieder Deutscher Meister wird. Versprochen“. Er bekam großen Applaus und die nächste „Rakete“ der Narrenschar.

Nun hatte die kleine Jolie Macri ihren Auftritt als Tanzmariechen. Die erst 7-jährige aus dem Karnevalverein „DIE SPRITZER“ tanzte, betreut von Trainerin Marie Claire Höfler, ein tolles Solo, bekam donnernden Applaus und musste noch eine Zugabe geben. Nun kamen zwei echte „Sosselumer Mädcher“, Isabell Kissel und Sophie Nees, als „Pubertierende“ auf die Bühne. Das „Zwiegespräch“ forderte die Lachmuskeln, es gab viel Applaus und zum Dank auch noch die „Rakete“ dazu.

Die Tanzgruppe der TSG Altenhain 1900 e.V., ein echter Hingucker.

Als Gast war erneut die TSG Altenhain 1900 e.V. mit einer Tanzgruppe und Solotänzerinnen vertreten. Sie boten, betreut von Daniela Hausmann und Alexandra Teubner, ganz tolle Tanzbeiträge mit viel Akrobatik auf der Bühne und es war jeweils ein echter „Hingucker“. Viel Applaus, Helau und eine „Rakete“ waren der Dank des Publikums.

Mit ihrem Vortrag „Single Dasein“ gab Hanne Hoffmann ihr Debut in der „Bütt“ auf der Bühne. Und das dies gelungen ist, muss ausdrücklich bestätig werden. Bernhard Katzenbach sah das auch so und sprach die Hoffnung aus, „ich hoffe, wir können dich noch öfter in der Bütt erleben“. Ein Zwiegespräch auf „hohem Niveau“ lieferten sich Dozentin Dr. Belinda von Freigeist-Ellenbogen und Professor Gerneschlau, alias Hanna Neuser und Sebastian Katzenbach, zum Thema „Kognitive Dissonanz“. Dies versetzte die Gäste im Saal jedoch nicht in einen „unangenehmen Gefühlszustand“, sondern es gab viele Lacher und herzlichen Applaus für diesen gekonnten Beitrag in der „Bütt“.

Noch vor der Pause für Augen und Lachmuskel trat Pfarrer Seelbach in die „Bütt“. Als „Fastnachtswissenschaftler“ befasste er sich mit dem Thema „Lachen“ so gekonnt, dass am Ende alle im Saal mitlachen mussten. Spätestens jetzt hatten sich die närrischen Gäste ihre Pause von 2 x 11 Minuten wirklich verdient.

Nach der Pause versetzte die „Frauengruppe“ der Gemeinde gesanglich den Saal mit „Cabaret“ in die Zeit der 30iger Jahre. So zwischendurch träumten jetzt auch der Saal und „ganz Paris von der Liebe“. Elke Blessing, Hanne Hoffman, Rosi Dill, Gertrud Neuser, Annika Pfeiffer, Carola Recke, Elisabeth Waber und Angelika Wiechula waren Garant für eine tolle Show. Als ein weiterer Höhepunkt trafen sich Gerda und Stefan Abel zu einem „Streitgespräch mit vielen Missverständnissen“ in einem Bahnhofskaffee und als singender Brezelbub kam Michael Ickstadt auf die Bühne. Ganz hervorragend sein Gesang, der zum Mitsingen anregte.

Eine echte „Granate“, diesmal als „Supermodel“, ist immer wieder Gertrud Neuser. Kein Auge blieb trocken, als sie von ihrem Treffen mit dem „Klamotte-Karl“ berichtete. „Ei wege dem Lagerfeld musste ich in die dollste Klamotte und uff de Laufsteg“. Ein toller Redebeitrag, viele Lacher, donnerndes Helau und eine „Rakete“. Eine „Schunkelrunde mit Musiker Franz“ war dringend nötig.

Aber auch „Der neue Rentner“, alias Bernhard Katzenbach, sorgte für „Stimmung aus der Bütt“. Die Gesangsgruppe „Die Ohrkreppierer“ mit ihren a capella gesungenen Liedern, brachte den letzten Höhepunkt auf die Bühne. Für ihren unermüdlichen Einsatz als „Mädchen für Alles“ wurde Gertrud Roth mit einer „Rakete“ geehrt. Zum Abschluss kamen nochmals alle Akteure auf die Bühne und feierten gemeinsam mit Musiker Franz und dem Saal den Auszug.

Zum Finale mit Musiker Franz, links, auf der Bühne versammelt.

Am kommenden Sonntag, 24. Februar, feiern ab 14:31 Uhr „Die Frauen“ ihren „Kreppelkaffee“. Der Eintritt beinhaltet Kaffee und zwei Kreppel und kostet 8,- Euro. „Die Besucher, auch Männer sind herzlich willkommen, erwartet ein unterhaltsames Programm“, versprechen „Die Frauen“. mk

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