13. September 2017

„Tempo 30 für die Westerbachstraße“

Leserbrief

Zum Unfall in der Westerbachstraße erreichte die Redaktion nachfolgender Leserbrief. Leserbriefe geben ausschließlich die Meinung ihrer Verfasser wieder. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor. Wenn auch Sie einen Leserbrief veröffentlichen möchten, senden Sie ihn unter Angabe Ihrer vollständigen Adresse und einer Rückruf-Telefonnummer an info@sossenheimer-wochenblatt.de.

Und der nächste Unfall auf der Westerbachstraße in der Tempo 50 Zone, an der es viel zu eng ist. An exakt der gleichen Stelle, an der am Fronleichnam ein 19 Jähriger Bad Sodener schwer verletzt wurde. Sossenheimer Bürger haben in beispielhafter Art und Weise an der Unterschriften-Aktion pro Tempo 30 Zone teilgenommen. Fast 140 Unterschriften legen ein deutliches Zeugnis ab. Seien es die vielen Raser in den Nachtstunden, oder die Gefahr durch Tempo 50 tagsüber. Die Unfälle belegen es, und selbst ein Polizist vor Ort stellte die Frage, ob das Verkehrsamt hier nicht feststellen muss, dass es sich an dieser Stelle um einen Unfallschwerpunkt handelt.
Ein zufällig vorbeifahrender Radfahrer in dieser Situation wäre schwerst- wenn nicht sogar tödlich verletzt worden. Großes Glück gehabt. Aber kann man das verantworten? Auf das Glück hoffen, und die völlig berechtigten Forderungen der vielen Sossenheimer nach einer Fortführung der ohnehin schon bestehenden Tempo-30-Zone einfach so wegwischen? Ein weiteres wegducken vor dieser Gefahr, und sei es aus Parteiräson, ist lebensgefährlich für alle Bürger. Tempo-30 sei nicht „zielführend“, so einige Lokalpolitiker. Sondern? Diese Antwort bleiben Sie uns leider alle bis heute schuldig. Und bis dahin müssen wir alle weiter auf das Glück hoffen. Das ist zu wenig für einen Anspruch, die Bürger ernst nehmen zu wollen, und allgemein erkannte Gefahren zu mindern oder zu beseitigen.

Andreas Reinsberg, Sossenheim

Ein Gedanke zu „„Tempo 30 für die Westerbachstraße“

  1. „Der hinter ihr fahrende Zeuge konnte sich das Geschehen nicht erklären, zumal auch kein Fahrzeug entgegen kam. “ Zitat aus dem Artikel zum Unfall.

    Tempo 30 – wenn eingehalten – hätte ihr maximal die Wucht des Aufpralls reduziert. Meine Theorie, dass die Fahrerin aus anderen Gründen abgelenkt war, bestärkt mich im Wunsch nach mehr Kontrolle zum Thema Handy am Steuer. Auf meinem Arbeitsweg und im Alltag laufe ich regelmäßig über Sossenheims Bürgersteige. Wenn ich da aufmerksam in die Autos schaue, hat eine viel zu große Zahl an Fahrern das Handy in der Hand oder sogar am Ohr. Gefahrenbremsungen, die sicher den ein oder anderen Unfall verhindert hätten, macht man dann einfach nicht und rast ungebremst ins Hindernis/den Fußgänger/etc.

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